Forschung

Das Glück mit Musik

15. Juni 2016 0 Kommentare
Credit: Unsplash/pixabay.com

Musik erzeugt beim Menschen ganz eindeutig Glücksgefühle – vor allem jene Musik, die besonders gefällt oder mit besonderen Erinnerungen verknüpft ist.

Bei der Lust an Klängen und Rhythmen verblüfft es allerdings, dass wir deren evolutionären Sinn nach gegenwärtigem Wissensstand immer noch nicht verlässlich  belegen können. Es gibt jede Menge an Spekulationen, aber es bleibt die entscheidende Frage offen: Warum ist der Homo sapiens ihr so sehr zugetan?

Die gängigsten Überlegungen dazu: Frühmenschen dürften schon weit vor der Entstehung von Sprache mittels einfacher „Ur-Musik“ kommuniziert haben. Am Anfang gab es wahrscheinlich nur ganz wenige und im wahrsten Sinne des Wortes eintönige Klangmuster, die den elementaren Lebenserfordernissen entsprachen. Es ging wohl in erster Linie darum, beim anderen Geschlecht Eindruck zu schinden, aber auch sich im sozialen Gefüge durchzusetzen, oder die Gruppe vor Gefahren zu warnen.

Nach heutigem Wissensstand sind unsere Vorfahren vor mehr als 45.000 Jahren erstmals auf die Idee gekommen, bewusst Rhythmen zu erzeugen – womit das seine Keimzelle hatte, was wir heute Musik nennen. Und irgendwann dürfte die Urform der menschlichen Kommunikation zu jener Weichenstellung gelangt sein, deren Ergebnis uns heute vertraut ist. Sprache wurde das Transportmittel der Vernunft, Musik jenes der Gefühle.

Aus der geschilderten Zweiteilung scheint sich mittlerweile auch eine durchaus sinnvolle Arbeitsteilung ergeben zu haben. Stefan Koelsch vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig: „Viele wichtige Konzepte, die sprachlich nur undeutlich definiert sind wie Sinn, Liebe oder Glück können durch Musik viel eindeutiger vermittelt werden als durch Sprache.“  Musik ist also auch aus Sicht der Kognitions- und Neurowissenschaften eindeutig ein Glücksfaktor.

HR

Foto: Unsplash/pixabay.com

Das könnte dir auch gefallen...

Kommentieren