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Die Lehre aus China

15. Juni 2016 0 Kommentare
Credit: ioa8320/pixabay

China ist durch sein rasantes Wirtschaftswachstum in den letzten Jahrzehnten nicht nur für die Ökonomen ein spannender Boden – auch die Glücksforscher finden dort ein interessantes Analyse-Feld. Der Grund dafür ist einfach erklärt: Eigentlich sollte der bekanntlich bevölkerungsreichste Staat der Erde durch die hohen Einkommenszuwächse der Menschen in letzter Zeit auch in Sachen Glück und Zufriedenheit kräftig zugelegt haben. Die Überraschung in diesem Zusammenhang liefert der „World Happiness Report: In diesem Ranking der ganz anderen Art liegt China im hinteren Mittelfeld gemeinsam mit Ländern wie Pakistan oder Sambia, die wirtschaftlich wahrlich nicht mithalten können.

In der aktuellen Glücksforschung wird daher auch heiß über China diskutiert. Besonders interessant ist, was ein Forscherteam um die Professorin Carol Graham von der Universität Maryland herausfand, dass sich mit den Effekten des gesundheitlichen Befindens auf die persönliche Zufriedenheit auseinandersetzte. Sie stellten fest, dass Menschen mit höherer Bildung in China weniger zufrieden sind. Genau sie stehen unter besonderem Erfolgsdruck und sind mit hohen physischen und psychischen Belastungen und wenig Zeit für Entspannung und Erholung konfrontiert. Die Einkommenssteigerungen können also, so die Schlussfolgerung der Wissenschafter, den Verlust an Lebensqualität kaum wettmachen.

 

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