Forschung

Glücksbringer helfen

15. Juni 2016 0 Kommentare
Credit: dantetg/pixabay
Aberglaube ist weit verbreitet, fast jeder Zweite bekennt sich dazu. Besonders gerne wird  – etwa auch von Spitzensportlern – an Glücksbringer geglaubt. Das Unglaubliche: Sie helfen wirklich!

Lysann Damisch, Sozialpsychologin an der Universität Köln, nahm die Kraft von Glücksbringern aller Art unter die Lupe. Vier Experimente mit insgesamt 141 Studenten machten schließlich klar, dass der Glaube an die Kraft glücksbringender Utensilien und Maskottchen tatsächlich Berge versetzen kann. In allen Tests lagen letztlich die voran, die auf diese Weise Beistand von Fortuna hatten. Neben den vorhandenen Fähigkeiten und dem individuellen Wissen habe, so Damisch, „die wahrgenommene Selbstwirksamkeit den größten und beständigsten Einfluss auf die Leistung.“ Und so etwas wie Doping für die Selbstwirksamkeit ist eben häufig auch Aberglaube.

All die vielen Geschichten von geheimnisvollen Glückshelfern scheinen sich inzwischen weit herumgesprochen zu haben: Eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Allensbach ergab, dass über 40 Prozent der Deutschen abergläubisch sind. Was die Sache noch spannender macht: Das sind fast doppelt so viele wie Anfang der 70er Jahre.

HR

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