Forschung

Krokodils-Glück

3. Juli 2016 0 Kommentare
crocodile skeeze
Sympathisch ist es uns ja nicht gerade, das Krokodil – aber wir bestaunen es gerne. Nun weiß man, wie es in Gefangenschaft glücklich werden kann.

Wir haben das Krokodil als böses und höchst gefährliches tierisches Ungeheuer abgespeichert, das gnadenlos, heimtückisch und blitzschnell zuschlagen kann. Der vorwiegend im Wasser lebende so genannte Lauerjäger zählt (bemerkenswerter Weise neben den Vögeln) zur Gattung der Archosaurier, zu denen unter anderen die ausgestorbenen Dinosaurier gehörten. Wohl auch deshalb faszinieren uns die Krokodile wie kaum ein anderes Lebewesen dieser Welt – mit der Konsequenz, dass sie in den Zoos besonders gefragt sind. Aus sicherem Abstand, versteht sich.

Freundschaften

Im Magazin „Animal Behavior and Cognition“ liefert der Krokodil-Forscher Vladimir Dinets von der University of Tennessee, der sich viele Jahre lang intensiv mit den Lauerjägern auseinandergesetzt hat, überraschende Details über sie. Krokodile sind, so Dinets, verspielt, sozial und können mit anderen Tieren wie auch Menschen Freundschaften schließen. Sie spielen gerne im Wasser mit den verschiedensten Gegenständen, schmücken sich sogar oder tollen mit Partnern herum.

Schwimmen

Berühmt ist der Fall eines Fischers in Puerto Rico, der am Straßenrand ein schwer verletztes Krokodil gefunden hatte und gesund pflegte. Es entstand eine tiefe und 20 Jahre – bis zum Tod des Tieres – währende Freundschaft, die vor allem von einer Ungewöhnlichkeit geprägt war: Das 500 Kilogramm schwere Krokodil ging regelmäßig mit seinem Retter schwimmen.

Glücklicher

Die Erkenntnisse aus Dinets Forschungsarbeit sollten vor allem für die Haltung von Krokodilen in der Gefangenschaft wichtig sein. Wenn Krokodile genug Spielzeug haben, könnten sie glücklicher und damit auch gesünder sein.

EH

Foto: skeeze, pixabay.com

 

 

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