International

Doch das Geld?

8. Juli 2016 0 Kommentare
Macht Geld Glücklich? Diese Frage ist heftig umstritten in der internationalen Glücksforschung. Jetzt bekommt die „Ja“-Fraktion Unterstützung mit einem Studienergebnis aus Deutschland.

Der Deutsche „Gesundheitsmonitor“ des Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH), eine repräsentative Umfrage, kann in Sachen „Geld und Glück“ interessante Fakten vorlegen: In der Kategorie derer, die ein Haushalts-Nettoeinkommen unter 1500 Euro beziehen bezeichneten sich nur 46 Prozent der Befragten als glücklich, während es bei denen, die monatlich mehr als 4000 Euro aufs Konto kriegen, stattliche 72 Prozent sind. Geld scheint also glücklich zu machen oder zumindest für Umstände zu sorgen, mit denen man ihm näher kommt.

Der Vergleich macht’s

Die Diskussion zum Thema „Geld und Glück“ war lange Zeit von einer Erkenntnis des amerikanischen Ökonomen Richard Easterlin geprägt. Er konnte mit umfangreichen Datenmaterial belegen, dass die Regel „mehr Geld bringt mehr Glück“ nur innerhalb einer Gesellschaft gilt: Wer mehr verdient als seine Mitmenschen, ist zufriedener. Der Vergleich mit der Umgebung macht’s also. Beim Vergleich des Lebensglückes verschiedener Länder entdeckte Easterlin, dass es Leuten in wohlhabenden Nationen kaum besser geht als jenen, die mit hoher Armut zu kämpfen haben. Mittlerweile sind aber auch dazu zahlreiche Gegenthesen entstanden.

Der Report

Stark geprägt ist dieses Thema auch vom „World Happiness Report“ der UNO, bei dem Faktoren wie Einkommen, Lebenserwartung, soziales Netz und gefühlte Freiheit ausschlaggebend sind. Dabei landete zuletzt Dänemark bereits zum dritten Mal auf Platz eins von 157 Ländern und Österreich schaffte es auf Rang zwölf. Voran liegen durchwegs Länder, deren Glück nicht überraschend kommt. Hinter Österreich findet man dann aber nicht nur die USA, sondern auch Costa Rica und Puerto Rico, die nicht unbedingt mit Reichtum gesegnet sind. Bhutan, das nur Platz 84 erreicht, hat wie Ecuador, Schottland, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela sogar ein für das Glück zuständiges Ministerium.

Man sieht, so einfach ist das Glück nicht zu erklären.

BC

Foto: prawny, pixabay.com

 

 

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