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Pokémon und die Glücksperspektive

26. Juli 2016 0 Kommentare
pokemon- DigiPD
Das Pokémon-Fieber geht um und viele kuriose Geschichten begleiten es. glueckszeitung.at hat entdeckt, dass der große Irrwitz auch gar nicht so wenige glückliche Seiten hat.

Die Pokémon-Jagd machte in den letzten Tagen jede Menge Schlagzeilen. Das Spiel, das auf dem Smartphone-Display virtuelle Monster in eine reale Umgebung einfügt, sorgte weltweit für gefährliche Situationen, Verkehrsstaus und Zwischenfälle aller Art. An Plätzen, wo es die Chance gab, besonders viele Monster zu sammeln, war jeweils der Bär los und oft waren Spielerinnen und Spieler so vertieft, dass sie von ihrem Umfeld wenig bis gar nichts wahrgenommen haben. Mit oft schwer wiegenden Folgen.

Der Pokémon-Hype hat aber durchaus positive Seiten, ja sogar regelrechte Glücksfaktoren, von denen wir an dieser Stelle einige zusammenfassen:

Das Entdecker-Glück

Da wäre zunächst einmal das Glücksgefühl, das ausgelöst wird, wenn jemand Pokémon an den Pokestops entdeckt. Zusätzlich entsteht die Lust, noch mehr von ihnen zu finden. Damit verbunden ist die Option auf Glücksgefühl Nummer zwei: Kriegen sie genug Sternenstaub und Bonbons, entwickeln sie sich – mit spannenden Optionen – weiter.

Das soziale Glück

Soziologen sehen – bei allem Risiko – beim Pokémonfangen die erhöhte Chance auf das Glück der Gemeinschaft. Man trifft dabei auch tausende Gleichgesinnte und findet auch sofort Anknüpfungspunkte für ein Gespräch – sofern man nicht zu vertieft ist.

Das Willkommen-Glück

Die anglikanische Kirche sieht das Pokémon-Fieber im Gegensatz zu manch anderen Religionsgemeinschaften sehr positiv und hat ihre Gemeinden aufgefordert, die Jäger in ihren Kirchen willkommen zu heißen. Man sieht’s als Glücksfall, auf diese Weise mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sonst nicht in die Kirche kommen, hieß es. Dazu kommt, dass nicht wenige Fachleute meinen, das Spiel habe auch mit der Sehnsucht nach Spiritualität zu tun. Andere Religionen sehen die Sache allerdings weniger begeistert.

Das Polizei-Glück

Schon zwei Fälle sind bekannt, wo die Pokémon-Jagd der Polizei Glück brachte: In München war ein Marihuana-Konsument so sehr abgelenkt, dass er mit einem Joint in der Hand direkt einer Streife in die Hände lief. Und in Trier lief’s für einen per Haftbefehlt Gesuchten ähnlich – die Polizei hatte leichtes Spiel mit ihm, weil er voll ins Pokémon-Fangen vertieft war.

Das Gesundheits-Glück

Die „American Heart Association“, die Vereinigung der Kardiologen in den USA, ist von „Pokémon Go“ aus nahe liegenden Gründen begeistert: Menschen, die sich sonst wenig bis gar nicht bewegen, sind plötzlich stundenlang zu Fuß unterwegs. Vielleicht gewinnt das Spiel deshalb bald auch einen Gesundheitspreis.

Das Job-Glück

In den USA sind mit dem Pokémon-Fieber auch gleich neue Jobs entstanden: Dienstleister bieten an, die Fangquote damit zu erhöhen, dass sie im Kundenauftrag auf die Jagd gehen. Damit können auch Leute mit kleinem Zeitbudget an vorderster Front mitmischen.

HR

FOTO: DigiPD, Pixabay.com

 

 

 

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