Forschung

Vorsicht, falsche Freunde!

30. Juli 2016 0 Kommentare
Freundinnen nikolapeskova
Am 30. Juli war „Tag der Freundschaft“, einer starken Glücksquelle. Doch Vorsicht! Jeder Zweite, den wir dafür halten ist gar kein Freund, sagt eine  Studie.

Menschen brauchen Freundinnen und Freunde für ihr Lebensglück. Mit ihnen hat man besonderen Spaß, bei ihnen weint man sich aus und sie springen ein, wenn’s lichterloh brennt. All das hat allerdings eine Tücke, deren Größenordnung wir nun durch eine Untersuchung des Massachusetts Institute of Technology und der Universität Tel Aviv (sie wurde der Public Library of Science, „PLOS One“ veröffentlicht) genau einschätzen können. Wir plagen uns damit, Freundschaften richtig einzuschätzen und wir liegen, wie sich nun herausstellte, sogar dramatisch oft mit unseren Vorstellungen daneben. Die Forscher der beiden Unis fanden heraus, dass rund die Hälfte aller Freundschaften nicht von beiden Seiten als solche betrachtet wird. Es fehlt die Gegenseitigkeit!

Therapien

Eigentlich wollte die Studie, an der sich 84 Studentinnen und Studenten der Universität Tel Aviv beteiligten, klären, ob und in welcher Form Freundschaften positiven Einfluss auf Therapien nehmen können. Und da ergaben sich gleich zwei aufregende Erkenntnisse: Erstens eben, dass nur 53 Prozent aller Freundschaften von beiden Seiten bestätigt worden sind. Und zweitens, dass Therapien bei „beidseitigen“ Freundschaften erwartungsgemäß deutlich erfolgreicher sind.

Das könnte in Zukunft bei Therapien sowohl hilfreich als auch brisant sein. Zuvor muss geklärt sein, ob die Freundschaft auch wirklich doppelt hält.

HR

Zu unserem Foto: Die beiden Damen scheinen wohl echte Freundinnen zu sein. Oft klappt es aber mit der Einschätzung der Freundschaft nicht.

Foto: nikolapeskova, pixabay.com

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