Forschung

„Glücks-Turbo“ Urlaubsfoto

27. August 2016 0 Kommentare
Da kommt jetzt ein gängiges Vorurteil ins Schleudern! Knipsen im Urlaub stört nicht die schönen Eindrücke, sondern verstärkt sie sogar – das ergab eine Studie.

Immer wieder werden jene milde belächelt, die schöne Momente – sei es im Urlaub oder sonst wo – auf Bilder bannen. Für sie gehe auf diese Weise, so die weit verbreitete Meinung, der Zauber des Augenblicks verloren. Für diese These gibt es jetzt durch die Ergebnisse einer Untersuchung von amerikanischen Wissenschaftern eine Bruchlandung. Ein Team rund um Kristin Diehl – sie ist Dozentin für Marketing an der University of Southern California Mashall School of Business – ging diesem Phänomen äußerst gründlich auf die Spur und kam dabei zur Erkenntnis, dass genau das Gegenteil gilt: Die Eindrücke der Knipser sind tiefer, das Schöne wird solcherart noch schöner!

2000 Testpersonen

Die Forscher schickten 2000 Testpersonen auf Touren. Die Hälfte von ihnen mit, die Anderen ohne Fotoapparat. Unmittelbar danach mussten sie ihre Eindrücke auf einem Fragebogen niederschreiben. Die Auswertung ließ keinen Zweifel daran: Die Knipser waren viel mehr bei der Sache, hatten intensivere Erlebnisse und mehr Spaß bei der Sache. Die Wissenschafter glauben das auch gut erklären zu können: Wer auf Motivsuche geht, beschäftigt sich weit mehr mit der jeweiligen Situation. In erfreulichen Situationen – etwa im Urlaub – verstärkt das die positiven Gefühle. Es ist eine Art „Glücks-Turbo“. Dieser Effekt wirkt allerdings auch bei unerfreulichen Situationen: Wer dabei fotografiert, leidet stärker.

Unser Foto: Traumhafte Urlaubskulisse in Manzanillo (Mexiko).

HR

http://www.spektrum.de/news/warum-urlaubsfotos-uns-gluecklich-machen/1418616

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