Forschung

Happy mit facebook

9. September 2016 0 Kommentare

Durch eine große US-Studie wissen wir nun, wie facebook glücklich machen kann: Auf kurze, persönliche Kommentare kommt es an, Likes alleine sind zu wenig!

 Es ist ohne Zweifel ein Schlüssel-Thema der modernen Kommunikation: Wie geht es all den vielen Menschen, für die der tägliche Umgang mit facebook ein ganz wesentlicher Teil ihres Lebens geworden ist. Sie würde damit, hieß es zuletzt auch immer wieder, in eine moderne Form von Einsamkeit getrieben werden. Nun hat eine sehr große Studie in den USA doch – mit Einschränkungen – das Gegenteil bewiesen: Persönliche Interaktionen unter guten Freunden, Bekannten und Verwandten können – man staune – ähnliche Emotionen auslösen wie große familiäre Momente, also beispielsweise Geburten, Hochzeiten etc. Auch die richtige Dosis fand man heraus: Zwei positive Kommentare am Tag, nicht unbedingt länger als ein bis zwei Sätze, würden – so heißt es – reichen, um Glück und Zufriedenheit auszulösen.

Aktiv sein!

Keine Glücksgefühle löst allerdings, wie sich zeigte, der passive Umgang mit facebook ohne Interaktionen aus und „Likes“ („Gefällt mir“) alleine sind auch zu wenig für positive Gefühle. Was schon auch nachdenklich macht, denn zahlreiche Analysen haben in letzter Zeit darauf hingewiesen, dass es auf facebook einen starken Trend hin zum passiven Konsum ohne Interaktionen gibt. Die Zahl der aktiven Nutzer hat sich im Zeitraum von 2012 bis 2015 nahezu halbiert. Vielleicht ist die Studie ein Impuls dazu, in Zukunft wieder mehr auf das Glückskonzept der Interaktion unter Freunden zurückzugreifen.

Die im Journal of Computer-Mediated Communication publizierte Studie der Carnegie Mellon Universität in Pennsylvania ging ihre Sache – unter der Leitung von Professor Robert Kraut vom dortigen Human-Computer Interaction Institut – sehr gründlich an und begleitete drei Monate lang über 1.900 Facebook-Nutzer aus 91 Ländern.

HR

Foto: Geralt, pixabay.com

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