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Ein echter Glückspilz

14. September 2016 0 Kommentare
parasol
Der „gemeine Riesenschirmling“, besser bekannt als Parasol, ist echt ein Glückspilz! Er wurde hoch offiziell zum „Speisepilz des Jahres 2017“ ernannt.

Die engagierte Szene der Pilz-Enthusiasten zeigt Weitblick und wählt jeweils im Rahmen des Europäischen Pilztages den Hauptdarsteller des kommenden Jahres. Jüngst war es wieder so weit und die Entscheidung fiel auf ein ebenso illustres wie auch wohlschmeckendes und auch nicht ganz risikofreies Exemplar – den Parasol.

Gugermukken

Allein die Fülle der Namen, die der Volksmund für ihn hat, deutet auf Bedeutungsschwere: Man kennt ihn als Gugermukken, Riesenschirmpilz, Schulmeisterpilz, Eulchen, Großer Schirmling, Natterstieliger Schirmling, Recheschirmpilz und Schiebling. Er verdient diese Ehre, den man schätzt ihn – paniert oder gebraten – als einen der besten Speisepilze und er versteht es bisweilen auch, imposant aufzutreten. Sein Hut bringt es bisweilen auf die gewaltige Größe von bis zu 35 Zentimetern im Durchmesser und er kann eine stattliche Höhe von bis zu 30 Zentimetern erreichen. Wer ihn in dieser Pracht erlebt, versteht sofort die Assoziation, die seinen häufigsten Namen prägt: Parasol heißt auf Spanisch Sonnenschirm.

Verwechslungsgefahr

Er wächst von Juli bis November in Wäldern und auf Wiesen, ist meist aufgrund seiner markanten Gestalt auch viel leichter zu entdecken als andere Pilzarten. Und er irritiert manche durch eine bekannte Verwechslungsgefahr: Der berüchtigte Grüne Knollenblätterpilz hat eine gewisse Ähnlichkeit, die Unkundigen gefährlich werden kann. Das kann uns aber nicht davon abhalten, diesem Glückspilz zur Auszeichnung zu gratulieren.

 

AZ

 

 

Foto: tintling.com, Marco Gebert

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