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Zum Nachdenken

20. September 2016 0 Kommentare
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Jüngst war Weltkindertag. Er soll uns ans Glück erinnern, das sie uns bringen, aber auch zum Nachdenken anregen. Etwa über das Leid vieler Scheidungskinder.

Es gibt leider kein einheitliches Datum für diesen so wichtigen Tag. Er wird immerhin von 145 Staaten auf der ganzen Welt begangen und sehr unterschiedlich inszeniert. Österreich und Deutschland begehen den „Weltkindertag“ am 20. September, ignorieren aber auch den „Internationalen Kindertag“ am 1. Juni nicht. Engagierte Vertreter des Kindeswohls in unserer Gesellschaft sagen dazu oft, dass leider auch zwei Feiertage dieser Art nicht genug sind. Sie verweisen auf einen mangelnden Realitätssinn im Umgang mit diesem Thema, denn nicht nur die bitterarmen Kinder auf anderen Kontinenten müssen uns betroffen machen, sondern auch ein Tragödie in unserer Gesellschaft. Das Leid von sehr, sehr vielen Scheidungskindern.

Spuren

Die Trennung der Eltern hinterlässt, so sind sich die Fachleute einig, bei allen Kindern Spuren. Auch dann, wenn die Mütter und Väter sich bemühen, mit dieser Situation gut umzugehen. Besonders groß ist der Schmerz von Scheidungskindern allerdings, wenn es keinen oder fast keinen Kontakt zu einem Elternteil gibt. Der Kontaktabbruch und die daraus resultierende Eltern-Kind-Entfremdung beeinträchtigt die Gesundheit des betroffenen Kindes oft sogar lebenslang. „Der Kontaktabbruch zu lebenden Eltern schädigt die Kinder etwa doppelt so lang und dreimal so intensiv wie der Kontaktabbruch aufgrund vom Tod eines Elternteils.“ Das erklärte Prof. Ursula Gresser, eine Internistin, die mehrere internationale Studien dazu ausgewertet hat, jüngst in einem Bericht auf zdf.de.

Kontaktabbruch

Die Ärztin stellt fest, dass Kontaktabbruch Kinder teilweise bis ins Erwachsenenleben krank macht. Er führe häufig zu Depression, Suchterkrankung und vielem mehr. Die Expertin plädiert daher auf zdf.de vehement gegen einen Kontaktabbruch: „Juristen können sich nicht mehr darauf berufen, dass sie mit einem Kontaktabbruch zum Wohl eines Kindes handeln. Sie schaden damit den Kindern.“

BC

Foto: Pezibear, pixabay.com

http://www.zdf.de/volle-kanne/das-leid-der-scheidungskinder-kontaktabbruch-schlimmer-als-tod-eines-elternteils-infos-von-prof.-ursula-gresser-44495890.html

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