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„Restlos glücklich“

27. September 2016 0 Kommentare
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Diesen ungewöhnlichen Namen trägt ein Restaurant im Berliner Stadtteil Neukölln. Dort wird alles ausschließlich aus Resten zubereitet.

Deutschlands erstes Reste-Restaurant ist ein Non-Profit-Unternehmen, das auf ebenso originelle wie auch kreative Art gegen die Lebensmittelverschwendung ankämpft. Im Hintergrund steht der Verein „Restlos glücklich“, der von rund 20 engagierten Mitgliedern getragen wird. Das Restaurant ist das Flaggschiff ihrer Idee. Verkocht wird nur das, was sich in den Supermärkten schwer bis gar nicht mehr verkaufen lässt. Produkte mit Schönheitsfehlern oder auch solche, die aus anderen Gründen zum Ladenhüter wurden und weg müssen.

Kreativität

Für ein Restaurant ist diese Form der Lebensmittelbeschaffung wahrlich nicht einfach. Sie ist kaum planbar und sie braucht extreme Kreativität in der Küche. Das trägt dazu bei, dass „Restlos glücklich“ nur an einigen Tagen pro Monat geöffnet hat. Dann ist es aber im Regelfall bummvoll. Zusätzlich versucht man im Lokal, Menschen mit Workshops gegen die Lebensmittelverschwendung mobil zu machen.

Ein Drittel

Dafür hat man starke Argumente: Laut einer Studie der Welternährungsorganisation (FAO) muss aus verschiedensten Gründen rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel entsorgt werden. In Österreich landen pro Jahr 760.000 Tonnen Lebensmittel im Müll. Weltweit sind es 1,3 Milliarden Tonnen. Das Unglaubliche: Experten schätzen, dass fast die Hälfte der Lebensmittelabfälle zu vermeiden wäre. Wir sollten uns also auch daheim an das „restlose Glück“ heranpirschen!

AZ

Symbolfoto: RealAKP, pixabay.com

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