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Der Zoll und das Ei

30. September 2016 0 Kommentare
Reiseglück kann nur allzu leicht durch bisweilen höchst eigenartige und unerwartete Zollbestimmungen ins Trudeln geraten. Checkfelix hat deshalb die kuriosesten Beispiele zusammengetragen.

Ein Klassiker aus der Erfahrungskiste von Reiseprofis: Da bricht eine Familie aus unseren Breiten aufgeregt auf, um Freunde auf der anderen Seite des großen Teiches zu besuchen. Für sie und ihre Kinder hat man natürlich so genannte Mitbringsel eingepackt. Darunter auch zwei Schoko-Überraschungseier. Und genau deshalb ist dann „drüben“ beim Zoll plötzlich Feuer am Dach. Die bei uns so beliebten und weit verbreiteten Süßigkeiten mit kleinen, versteckten Spielsachen, sind nämlich bei Uncle Sam als gefährlich eingestuft. Man könnte, heißt es, einfach reinbeißen und den Inhalt verschlucken. Ein solches Ei dabei zu haben kann verdammt teuer werden: Pro Ei können, warnt Österreichs beliebteste Reisesuchmaschine, checkfelix, in den USA Strafen von bis zu 2.500 US-Dollar (umgerechnet ca. 2.217 Euro) fällig werden.

Einige andere Tücken dieser Art:

  • In Deutschland, dem Land der großen Erdäpfel-Begeisterung, ist die Einfuhr der köstlichen Knollen streng verboten – sofern sie nicht aus EU Ländern stammen. Strenge Zollbestimmungen sollen die Verbreitung der bakteriellen Ringfäule verhindern.
  • Singapur – weltberühmt für seinen Sauberkeitstick – verbietet aus Sorge um seine gepflegten Gehsteige die Einfuhr von Kaugummis. Bei einem Verstoß drohen, so checkfelix, Bußgelder in einer Höhe von bis zu 66.000 Euro.
  • Brasilien bittet jene kräftig zur strafenden Kasse, die zur Sicherheit ihren liebsten Honig fürs Frühstück im Gepäck haben. Man will damit die eigene Fauna vor importierten Krankheiten schützen.
  • Neuseeland hat für Feuerzeuge besonders strenge Sicherheitsnormen, deshalb ist die Einfuhr von Exemplaren aus dem Ausland generell verboten. Es lebe das gute, alte Zündholz – zumindest als Übergangslösung.
  • Madagaskar nimmt Parfums aus fremden Ländern streng ins Visier und kassiert eine kräftige Sonder-Zollgebühr für deren Import. checkfelix erklärt den Grund dafür: In den meisten Parfums befinden sich günstig hergestellte Vanille-Extrakte, welche die für Madagaskar so wichtige heimische Vanilleindustrie bedrohen.

Wer sein Reiseglück nicht leichtfertig aufs Spiel setzen will, sollte sich also rechtzeitig über die Zollbestimmungen besuchter Länder informieren!

AZ

Foto: Clker-Free-Vector-Images, pixabay.com

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