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Bierglück & Heimweh

15. Oktober 2016 0 Kommentare
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Oktoberfest – das ist nicht nur bieriges Glück, manchmal stillt es auch das Heimweh. Wie etwa in Helen, am Chattahoochee River, in den USA.

 Seit 1810 gibt es schon die Mutter aller Oktoberfeste auf dieser Welt – jenes in München, das origineller Weise am 16. September beginnt und am 3. Oktober bereits wieder aufhört. Dort, beim größten Volksfest der Welt, fließt das Bier wie kaum irgendwo. Heuer zählte man 5,6 Millionen Besucher (deutlich weniger als zuletzt), 6,1 Millionen ausgeschenkte Maß und dazu 109 verspeiste Ochsen. Und es gab wie immer jede Menge bierige Glückseligkeit der Extraklasse.

Natürlich interessiert es auch die Wissenschaft wenn in München der Peppi so ungemein happy ist. Und sie kann zumindest einen Teil der Bombenstimmung inzwischen gut erklären: Der Geschmack von Bier führt dazu, dass im Gehirn vermehrt der glücksbringende Botenstoff Dopamin ausgeschüttet wird. Was übrigens auch bei alkoholfreiem Bier funktioniert.

Chattahoochee River

Wer ein berühmtes Oktoberfest jenseits des großen Teiches besucht, entdeckt eine völlig andere Glücksperspektive: Das heuer bereits 46. Oktoberfest in Helen, im US-Bundesstaat Georgia, geht von Mitte bis Ende Oktober in der Edelweiß Straße (!) über die Bühne. Im 420-Seelen-Nest am Chattahoochee River im White County wurde schon vor Jahrzehnten ein ultrakitschiges Alpendorf hingebaut, das nicht zuletzt einen Zweck erfüllt – Auswanderer aus den Alpenländern stillen dort ihr Heimweh. Bekleidet mit Lederhosen und Dirndln, versteht sich. Der Höhenpunkt der jährlichen Heimwehtherapie ist das große Oktoberfest in einem Ambiente das kaum bayrischer sein könnte. Lediglich das Bier spielt nicht die ganz so große Rolle wie in München, man fällt auch mit Cola beim Schunkeln nicht ungut auf.

http://www.exploregeorgia.org/listing/6841-46th-annual-oktoberfest

AZ

Foto: Romi, pixabay.com

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