Forschung

Höchste Zeit!

17. Oktober 2016 0 Kommentare
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Achten Sie auf Ihre „innere Uhr“? Sie sollten es tun, denn sie prägt die Beziehungen der Menschen untereinander und ist außerdem ein wichtiger Glücksfaktor.

 Sie tickt nicht spürbar, aber sie hat uns fest im Griff. Das erkennen wir beispielsweise an den Folgen des „Jetlags“, der durch den Wechsel von Zeitzonen bei weiteren Flugreisen entsteht. Oder an jener bleiernen Müdigkeit, die viele nach dem Mittagessen befällt – der Körper verlangt einen Mittagsschlaf und bekommt ihn nicht. Doch das ist nicht der einzige gravierende Fehler im Umgang mit der so genannten Chronobiologie.

Für die meisten Menschen gilt etwa folgender Stundenplan – natürlich mit teilweise erheblichen individuellen Abweichungen.

 6.00 Uhr. Die Startphase für einen langen, anstrengenden Tag. Der Körper verlangt vor allem eines – Nahrung. Die dürfen wir auch wirklich genießen, denn sie wird rasch in Energie umgewandelt.

7.00 Uhr. Ausgerechnet in der morgendlichen Hektik werden mehr Sexualhormone als normal produziert.

8.00 Uhr. Ein Moment, in dem sich die „Lerchen“, wie in der „Chronotypologie“ die Frühaufsteher genannt werden, mit Feuereifer ins Gefecht stürzen. Die „Eulen“, die Spezies der Spätaufsteher, hat damit noch ihre liebe Not. Das hat die Erfindung der Gleitzeit erfreulicher Weise schon ziemlich abgefedert.

10.00 Uhr. Turbo-Zeit! Die helle Freude für Führungskräfte und Pädagogen – da wird ihnen wirklich zugehört. Der ideale Augenblick für Schularbeiten, Prüfungen, wichtige Bewerbungsgespräche und Herausforderungen aller Art. Da ist volle Kraft und Konzentration da. Und oft ein glücklicher Ausgang!

12.00 Uhr. Ein intensiver Spät-Vormittag fordert Tribut. Eine Maschine, die auf Hochtouren gefahren ist, braucht Treibstoff. Hunger macht sich bemerkbar.

13.00 Uhr. Nach dem Mittagessen macht sich Müdigkeit breit! Das Gehirn schüttet Melatonin aus.

15.00 Uhr. Glückszeit! Es werden üppiger als sonst jene Endorphine ausgeschüttet, die als Glückshormone bekannt sind. Sie reduzieren unter anderem auch erheblich die Empfindlichkeit für Schmerzen – ein Grund, warum Kenner der „inneren Uhr“ um diese Zeit ihre Zahnarzttermine vereinbaren.

16.00 Uhr. Turbo-Zeit die zweite, aber nicht mehr am Niveau des späten Vormittags. Ein guter Moment, um den Körper zu fordern, sei es für Sport oder auch körperliche Arbeit. Herz und Lunge sind besonders gut in Form.

17.00 Uhr. Die starke Stunde der Sinne, die Festspiele des Hörens, Riechens, Schmeckens und Fühlens. Jetzt und nicht erst, wie üblich, in den Abendstunden sollte man mit der Dame bzw. dem Herren des Herzens die Weichen für die Zukunft stellen.

19.00 Uhr. Blutdruck und Puls sind auf Talfahrt, auch der Stressspiegel fällt, es kommt Harmoniebedürfnis auf. Der maßgeschneiderte Moment, um Konflikte zu lösen.

20.00 Uhr. Die Körperfunktionen schalten auf Ruhebetrieb. Das gilt auch für den Magen. So spätes Essen bekommt nicht mehr.

23.00 Uhr. Oder natürlich auch schon früher: Gute Nacht!

AZ

Foto: geralt, pixabay.com

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