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Die Glücksvögel sind da!

30. Oktober 2016 0 Kommentare
Tausende Glücksvögel – die faszinierenden Kraniche – queren in diesen Tagen Österreich, weil sie ihre Flugroute zu den Winterquartieren geändert haben.

Zahlreiche Menschen haben in den letzten Tagen ein aufregendes Naturschauspiel erlebt: Laute, trompetenartige Rufe vom Himmel, aber auf den ersten Blick nichts zu sehen. Erst beim genaueren Hinsehen konnten manche dann die in großen Keilformationen fliegenden Kraniche hoch droben am Himmel erkennen. Oft in großen Gruppen von bis zu rund 500 Tieren – was dann eben trotz der großen Entfernung absolut unüberhörbar war.

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit von vielen Mythen rund um die prächtigen Vögel mit ihren aufregenden Balztänzen und den markanten, trompetenartigen Rufen bewegt. Wohl auch deshalb, weil man davon ausgehen kann, dass sie bereits vor uns auf der Erde waren. Sie gelten in verschiedensten Kulturen als Inbegriff für Glück, Freiheit und Treue. Letzteres, weil sie sich nie von ihren Partnern trennen.

Neue Himmelswege

Die über Österreich führende, neue Flugroute von Kranichen aus dem Osten Europas ist für Ornithologen ein aufregendes Thema. Erst vor wenigen Jahren hat ein großer Teil der Vögel  – aus unbekannten Gründen – beschlossen, die Winterquartiere auf neuen Himmelswegen anzusteuern. Ursprünglich flogen sie über Ungarn und die südliche Adria nach Tunesien. Jetzt ziehen viele über das Burgenland, die Steiermark und Kärnten in Richtung Südfrankreich, wo sie sich mit einer zweiten großen Gruppe treffen und dann weiter nach Spanien aufbrechen. Nur einige wollen dann noch weiter nach Afrika. In den genannten Bundesländern in Österreich konnten in den letzten Tagen – wie schon in den vergangenen Jahren um die Monatswende Oktober/November – Formationen von zum Teil mehreren hundert Vögeln zuerst einmal lautstark gehört und dann beobachtet werden. Oft auch mit dem Hintergedanken, dass sie vielleicht Glück bringen.

Die Kranichformationen am Himmel weisen übrigens auch auf stabiles Schönwetter hin, denn die Tiere sind  auf großen Strecken meist bei Hochdruckwetterlagen unterwegs..

HR

Foto: Katharina, pixabay.com

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