Lokal

Ins Glücksbad!

2. November 2016 0 Kommentare
Ein Top-Event des Ausdauersports – das legendäre 24-Stunden-Schwimmen in Bad Radkersburg – erinnert uns daran, dass derartige Leistungen auch ein bewährter Weg zu Glücksgefühlen sind.

Am Samstag, den 5. November, werden wieder rund 500 Schwimmerinnen und Schwimmer aus vielen Ländern ein Abenteuer wagen, dessen Zauber wohl nicht alle Durchschnittsbürger verstehen können: Sie kämpfen sich im 50 Meter langen und auf angenehme 25°C temperierten Outdoor-Sportbecken der Parktherme entweder ganz allein oder in der Staffel über die gewaltige Zeitdistanz von 24 Stunden. Was das in Kilometern bedeutet, sieht man in der Siegerliste des Vorjahres: Bei den Damen triumphierte Claudia Müller mit grandiosen 58,2 und bei den Herren Mario Kainz mit tollen 64,0 Kilometern. Was das übrigens doppelt schön machte: Zum Zehn-Jahr-Jubiläum standen sensationeller Weise eine Steirerin (zuhause in Stainz) und ein Steirer (zuhause in Wundschuh) ganz oben am Treppchen.

Was vielen Zuschauern bei diesem packenden Ereignis auffiel: Die meisten Athletinnen und Athleten wirkten nach dem Zieleinlauf zwar total erschöpft, aber dennoch glücklich. Was Experten des Ausdauersports nicht überraschen kann. Er macht ganz einfach happy – und das noch dazu auf mehreren Wegen.

Endorphine

Einen davon prägen die als Glückshormone bekannten Endorphine. Sie werden zu den so genannten Opioiden gezählt, wirken entspannend, schmerzstillend – was bei Extremleistungen oft auch notwendig ist – und befreien von Ängsten. Dazu kommen dann die diversen beflügelnden Botenstoffe wie etwa Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und vor allem das als Glückshormon bezeichnete Serotonin. Und da wären auch noch relativ neu entdeckte körpereigene Substanzen, die ebenfalls Hochgefühle erzeugen können – die Endocannabinoide. Sie wirken ähnlich wie Cannabis, aber auf ungefährliche Art.

Es gibt auch psychologische Effekte, die viel Positives in Bewegung bringen: Im Ausdauersport geht es eher selten um Siege oder Platzierungen – bei den meisten Sportlerinnen und Sportlern steht die Jagd nach persönlichen Bestleistungen im Mittelpunkt. Und damit ist die Zahl der Erfolgserlebnisse bei Marathonläufen, Triathlons oder Extrem-Schwimmbewerben auch immens groß. Sehr oft wird bei Ausdauersportarten (siehe das 24-Stunden-Schwimmen) in Staffeln gekämpft, womit auch ein tolles Gemeinschaftsgefühl entsteht, das oft – so erzählen es Teilnehmer(innen) solcher Bewerbe – noch monatelang nachbebt.

Außer Atem

Wie geht man’s an, um auf diese Art unter die Glücksdusche zu kommen? Der wichtigste Tipp aller Trainerinnen und Trainer in der Hobby-Szene: Langsam beginnen, immer darauf achten, dass Sie nicht außer Atem geraten und mit einem Partner noch gut reden könn(t)en. Ratschlag Nummer zwei: Steigern Sie den Umfang Ihrer sportlichen Betätigung ganz langsam. Drittens: Suchen Sie sich Partnerinnen und Partner in Ihrem Leistungsniveau. Wir wünschen viel Spaß und noch mehr Glück!

HR

Foto: Parktherme Bad Radkersburg/ Hans Georg Maier

Das könnte dir auch gefallen...

Kommentieren