Forschung

Fotos als Therapie

15. November 2016 0 Kommentare
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Wer hätte sich das gedacht? Fotos auf facebook können, so ergab eine Studie, zu einer Art Glückstherapie werden. Wenn sie an positive Ereignisse erinnern…

 Da wird sich facebook-Gründer Mark Zuckerberg aber freuen: Sein auch in unseren Breiten sehr weit verbreitetes soziales Netzwerk ist nicht nur eine Kommunikations-Rakete sondern auch eine Art Online-Therapie-Einrichtung. Ein Forscher-Team der University of Portsmouth rund um Alice Good hat entdeckt, dass Fotos früherer Postings – wenn sie positive Situationen verewigt haben – Menschen dabei helfen können, aus einem Stimmungstief zu kommen. Mehr noch: Es stellte sich heraus, dass gar nicht wenige facebook-User diesen Trick schon längst entdeckt haben: Scrolle dich zurück in bessere Zeiten und schon geht es dir besser!

Relativieren

Die Erkenntnis der Studie baut auf einer einfachen Logik auf: Sehr oft werden auf facebook Bilder von positiven Ereignissen gepostet – man will die Freude darüber, wie es ja auch heißt, mit anderen teilen. Diese Fotos von Erfreulichkeiten helfen Personen in persönlichen Krisensituationen, ihren momentanen Gemütszustand etwas zu relativieren – sie können sich damit bis ins bildhafte Detail erinnern, wie gut es ihnen oft geht.

Die Erkenntnis der University of Portsmouth schafft aber auch noch vielerlei andere Perspektiven: Auf welcher Plattform die positiven Bilder mit ihrer therapeutischen Wirkung in Szene gesetzt werden ist wahrscheinlich Nebensache. Wer sich also fotografischen Frohsinn vergangener Tage auf die Pinwand über dem Schreibtisch heftet, oder auch zwischendurch einfach mal im Fotobuch blättert, kann damit schnell Erste Hilfe für Stimmungsnotfälle kriegen.

HR

Foto: white 77, pixabay.com

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