Forschung

Gemeinsam oder nicht?

18. November 2016 0 Kommentare
Eine große Studie erforschte in Deutschland die Geheimnisse der partnerschaftlichen Nähe und entdeckte dabei, dass sie relativ viele Menschen nicht beglücken kann.

Im Auftrag des Bankunternehmens RaboDirect erforschte das Marktforschungsinstitut Forsa in Deutschland eines der wichtigsten Glücksthemen – die Lust an der Gemeinsamkeit von Paaren. Mutig hat man in diesem Zusammenhang auch gleich den ersten Blick direkt in die Schlafzimmer geworfen und die Frage gestellt, wer denn nächtliche Nähe sucht. Beachtliche 22 Prozent der Befragten tun das nicht und bevorzugen getrennte Schlafräume. Wobei auffällt, dass die Herren der Schöpfung offenbar mit 83 Prozent Zustimmung der Variante Bett an Bett deutlich mehr abgewinnen können als die Damen mit 73 Prozent. Was spannenden Stoff für Interpretationen aller Art liefert. Aus der Sicht der Bank bemerkenswert: Je höher das Einkommen, desto größer scheint der Kuschelfaktor, das Bedürfnis nach Nähe, zu sein. Wer hätte sich das gedacht?

Eine stattliche Mehrheit von 78 Prozent begeistert sich für die Lebensversion „Gemeinsam unter einem Dach“, wobei ihr Männer nur geringfügig (79 Prozent) stärker zugetan sind als Frauen. Was allerdings auch heißt, dass etwa jeder Fünfte die Distanz in Form einer eigenen Wohnstätte schätzt.

Getrennte Hobbys

Bei den Freizeitaktivitäten hat das traute Miteinander eine knappe Mehrheit von 51 Prozent, 21 Prozent wollen in Sachen Hobbys eigene Wege gehen, der Rest deklariert sich nicht. Das, was so manche Paartherapeuten behaupten, hat auch stark Niederschlag in den Denkmustern von Partnerschaften gefunden. Fast zwei Drittel (62 Prozent) halten es für nicht sinnvoll, im gleichen Unternehmen zu arbeiten, nur sechs Prozent finden es okay.

Bleibt noch jene Form der Zweisamkeit zu erwähnen, für die sich natürlich eine Bank besonders interessiert – das gemeinsame Sparkonto. Insgesamt 36 Prozent sind ihm zugetan, 42 Prozent mögen es nicht Und jetzt kommt Staunen auf: Unter Besserverdienern ist die Lust am Konto für beide mit 49 Prozent Zustimmung deutlich höher.

CR

Foto: Karen Warfel, pixabay.com

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