Forschung

Unter Kontrolle

25. November 2016 0 Kommentare
Ein Forscherteam begräbt mit Studienergebnissen ein altes Vorurteil: Menschen, die sich selbst gut unter Kontrolle haben, sind nicht griesgrämig, sondern besonders glücklich!

Irgendwie sind sie uns allen ein wenig unheimlich – jene Menschen, die so ganz einfach auf Wohlschmeckendes verzichten, sich zum Morgensport motivieren und auch sonst zu Dingen durchringen können, die eben eine Extraportion als Selbstdisziplin brauchen.

Bislang hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass bei den Zeitgenossen mit der großen Strenge zu sich selbst kaum ein Glücksgefühl aufkommen kann. Was bisweilen den weniger selbstdisziplinierten Menschen auch als ganz gute Ausrede diente. Wer will denn schon lustlos das Leben an sich vorbeiziehen lassen.

Willensstärke

Alles falsch! Ein großes Studienprojekt eines von Wilhelm Hofmann geführten Psychologenteams der University of Chicago – das „Journal of Personality“ berichtete darüber – zeigte eindeutig, dass Menschen mit einer ordentlichen Dosis an Selbstdisziplin glücklicher sind als jene, die allen Versuchungen erliegen. Offensichtlich macht es sie stolz und zufrieden, dass sie so viel Willensstärke aufbringen können.

Was sich bei der Studie, an der mehr als 400 Frauen und Männer teilnehmen, noch herausstellte: Menschen, die sich gut unter Kontrolle haben, schaffen das häufig auch mit klugen Strategien – so machen sie beispielsweise gerne einen Bogen um Situationen, an denen ihre Selbstdisziplin scheitern könnte.

Ein Hoffnungsschimmer für Menschen, die sich selbst – beispielsweise auch mit Abhängigkeiten – nicht so gut im Griff haben: Selbstkontrolle ist, so glauben die Experten belegen zu können, durchaus trainierbar.

AZ

Foto: CCO Public Domain, pixabay.com

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