Kunterbunt

Welch ein Duft!

28. November 2016 0 Kommentare
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Bei der partnerschaftlichen Glücksregie spielen Düfte oft sehr wichtige Rollen. Im Tierreich verlässlich, bei den Menschen nicht ganz so sicher, wie die Werbung tut.

Vor rund sieben Jahrtausenden entdeckte der Mensch die Vorläufer dessen, was heute als Parfum Milliarden von Zeitgenossen dazu bringt, dafür tief in die Taschen zu greifen. Seit damals geht es um die entscheidende Frage der Wirkung von Nasenbetörern auf das andere Geschlecht. Macht die richtige Duftnote die Trägerin oder den Träger tatsächlich unwiderstehlich? Die Indizien dafür kommen vorwiegend aus dem Tierreich, wo die arterhaltenden Romanzen tatsächlich sehr oft über die Nase laufen. Beim Menschen schürt vor allem die Werbung sehr geschickt den Verdacht, dass auch Homo Sapiens bei der Suche nach dem partnerschaftlichen Lebensglück der Nase nachgeht. Die Wissenschaft konnte derartiges bislang allerdings nicht ganz eindeutig belegen.

Erinnerungen

Dennoch spielt der menschliche Geruchssinn eine weit wichtigere Rolle als bislang angenommen. Die drei Millionen Riechsinnzellen im oberen Teil der Nasenhöhle können immerhin bis zu 10.000 Düfte unterscheiden und haben einen ungewöhnlich direkten Draht in die mächtige Gefühlszentrale des Menschen, das limbische System. Dort ist ihr Einfluss besonders groß – die Erinnerungen an Gerüche werden länger als jene an Bilder und Töne gespeichert. Die herrlichen Düfte aus Großmutters Küche oder den merkwürdigen Geruch des Schulhauses, wird so mancher ein ganzes Leben lang nicht los.

Nicht nur das: Erlesene Dürfte haben in diesen Tagen Hochsaison, weil sie zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken gehören. Allerdings zählen sie auch zu denen, die bisweilen zu einer gewissen Eintönigkeit verkommen – nämlich dann, wenn jahrelang immer wieder das Lieblingsparfum geschenkt wird. Das macht dann eines Tages nicht mehr so richtig glücklich!

AZ

Foto: KK

Das könnte dir auch gefallen...

Kommentieren