Forschung

Ehe unter Freunden

29. November 2016 0 Kommentare
Wissenschaftler konnten das Geheimnis besonders glücklicher Ehen entschlüsseln: Diese werden nicht allein von Liebe, sondern auch von wirklich guter Freundschaft getragen.

Das Thema Glück in der Ehe ist eines der ganz heißen Eisen unserer Zeit – die Scheidungsraten weisen mehr als deutlich darauf hin, dass es relativ rasch in der Sackgasse münden kann. Insgesamt gibt es dennoch zahlreiche wissenschaftliche Belege dafür, dass Menschen in festen Partnerschaften im Durchschnitt glücklicher sind als Leute, die solo durchs Leben gehen. Aber all diesen Erkenntnissen steht auch die berühmte Henne-Ei-Frage im Weg: Kann tatsächlich die Ehe das Wohlbefinden steigern oder sind die Forschungsergebnisse nur darauf zurückzuführen, dass glücklichere Zeitgenossen eher Bindungsoptimismus entwickeln und sich auf Hochzeiten einlassen.

John F. Helliwell und Shawn Grover vom National Bureau of Economic Research, einer privaten US-Forschungseinrichtung mit Sitz in Cambridge, Massachusetts in den USA, haben sich auf ihrer Suche nach den Spuren ehelichen Glücks durch gewaltige Datenmengen gekämpft und sind zu zwei sehr wesentlichen Schlüssen gekommen: Erstens scheinen Menschen in Ehen bzw. fixen Beziehungen auch aus ihrer Sicht eindeutig glücklicher zu sein als andere Zeitgenossen. Überraschender ist die Entdeckung Nummer zwei: Dort, wo der Ehepartner auch der „beste Freund“ ist, verdoppelt sich die Glücksquote etwa. Womit sich die Frage stellt, wie man Freundschaft in diesem Zusammenhang gut definieren kann. Wir greifen dafür auf den bekannten Soziologen Ferdinand Tönnies zurück. Er sagt, Freundschaft sei eine „Gemeinschaft des Geistes“.

HR

Foto: thetruthpreneur, pixabay.com

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