Forschung

Zu viel des Glücks

27. Dezember 2016 0 Kommentare
gebrochenes-herz-modman
Eine nicht gerade erfreuliche und doch sehr wichtige Glücks-Erkenntnis: Das gefährliche Broken-Heart-Syndrom kann auch durch extrem positive Erlebnisse ausgelöst werden.

Die Redewendung vom „gebrochenen Herzen“ ist schon ewig in unserer Umgangssprache verankert und bezieht sich auf Menschen, die für sie tragische Situationen wie etwa Schicksalsschläge oder Trennungen sehr schwer oder gar nicht verkraften können. Was viele nicht wissen: Auch die Medizin kennt das „Broken-Heart-Syndrom“. Es handelt sich dabei um eine durch Stress-Situationen hervorgerufene Verengung der Herzkranzgefäße, die die Durchblutung des Herzmuskels blockiert. Das bewirkt ähnliche Symptome wie bei einem Herzinfarkt und ist daher auch leicht damit zu verwechseln. Was schwer wiegende Folgen haben kann, denn das „Broken-Heart-Syndrom“ muss ganz anders behandelt werden als der Herzinfarkt. Entsprechend wichtig ist richtige Diagnose. Und zu ihr gibt es nun eine ganz neue Spur.

Zwei Schweizer Wissenschaftler von der Universitätsklinik Zürich konnten im Rahmen eines mehrjährigen, internationalen Forschungsprojektes feststellen, dass vier Prozent der protokollierten Fälle von „Broken-Heart-Syndrom“ durch emotionale Schocks nach besonders glücklichen Situationen verursacht worden sind. Etwa die Geburt des ersten Kindes oder auch erlösende Nachrichten in besonders kritischen Momenten.

Zwei wichtige Details dazu: Erstens haben alle Betroffenen haben die durchaus kritische Situation überlebt, zweitens handelte es sich bei der überwiegenden Mehrzahl der (negativ oder positiv ausgelösten) Fälle von „Broken-Heart-Syndrom“ um Frauen.

AZ

Foto: Modman, pixabay.com

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