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Weißes Glück?

22. Januar 2017 0 Kommentare
Schnee in Graz. JPG
Tausende Menschen suchen derzeit ihr Glück in der weißen Pracht. Ob und wie Schnee unser Wohlbefinden beeinflusst wissen wir aber nicht so genau.

Wenn Schi-Berge regelrecht gestürmt werden, Loipen Hochbetrieb haben, Schneeschuhe weggehen wie die warmen Semmeln und einfach alles passt, was man zur weißen Gaudi so braucht, dann scheint wohl ziemlich klar zu sein, dass Schnee speziell in den Alpenländern ein grandioser Glücks- und auch Umsatzbringer ist. In der Praxis scheint die Sache also geklärt zu sein, für die Glücksforschung wäre da aber wohl noch einiges drin. Ist es das unschuldig glitzernde Weiß, das in der Farbpsychologie nur positiv besetzt ist, ist es die faszinierende Decke von „Frau Holle“, die sich über ganze Landstriche legt oder ist es der Zauber einer Unterlage, die uns auf Brettln oder Kufen sauschnell machen kann.

Hippokrates

Seit Menschengedenken wird darüber spekuliert, ob und wie das Wetter unser Wohlbefinden beeinflusst. Schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates will um 400 vor Christus erkannt haben, dass es eine Wechselwirkung zwischen Laune und Stand der Sonne gebe. Und seit damals hat man sich in diesem Zusammenhang viel lieber mit der Sonne als mit dem Schnee auseinandergesetzt. Ein bekanntes Forschungsbeispiel sind die Flirtstudien des Sozialpsychologen Nicolas Guéguen von der Université de Bretagne-Sud in Vannes: Bei wolkenlosem Himmel schafften junge Studenten beim anderen Geschlecht eine Erfolgsquote, die um 22 Prozent höher lag, als unter bedecktem Himmel. Und mitten in einer schönen Schneekulisse? Da hätten Forscher noch ein spannendes Betätigungsfeld.

Umweltpsychologen wissen, dass Schnee nicht alle begeistert. Manche Menschen fühlen sich von zu viel winterlichem Weiß förmlich erdrückt. Besondere Zuneigung findet Schnee bei naturnahen Romantikern, die sich beispielsweise auch an einem Sonnenuntergang nicht sattsehen können.

AZ

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