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Der sichere Job

29. Januar 2017 0 Kommentare
Bauarbeiter 3dman
Österreichs Arbeitsklima-Index zeigt, dass – leider rar gewordene – sichere Jobs ein ganz wesentlicher Glücksfaktor sind. Sie garantieren mehr Wohlbefinden und bessere Gesundheit!

Seit mittlerweile 19 Jahren misst der Arbeitsklima-Index – erhoben von den Instituten SORA und IFES im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich – die klimatischen Entwicklungen auf den Arbeitsplätzen der Alpenrepublik. Diesmal dokumentieren aktuelle Daten eine brisante Situation: Die zunehmend unsicher gewordenen Beschäftigungsformen, wie etwa befristete Verträge oder geringfügige Beschäftigungen, sorgen für zahlreiche Alarmsignale: Menschen in solchen Arbeitsverhältnissen leiden deutlich häufiger an Erschöpfung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, hohem Blutdruck, Herzrasen, Atembeschwerden und anderen gesundheitlichen Problemen.

„Ausgelaugt“

26 Prozent der Beschäftigten mit einem unsicheren Arbeitsplatz geben laut Arbeitsklima-Index an, sich „durch die Arbeit ausgelaugt“ zu fühlen. Bei jenen auf sicheren Arbeitsplätzen liegt dieser Anteil bei nur zwölf Prozent. Auch die Zufriedenheit mit den Einkommen ist extrem unterschiedlich: Sie passen für zwei Drittel der Leute in sicheren, aber nur für ein Drittel in den unsicheren Jobs.

Von Seiten der Arbeiterkammer kann man all diese Unterschiede gut erklären: Wer nicht weiß, ob der befristete Vertrag verlängert wird, kann – so heißt es – die persönliche Zukunft kaum planen, weil permanent die Angst vor dem Jobverlust und existenzielle Sorgen im Raum stehen. Psychische Erkrankungen sind oftmals die unmittelbare Folge.

FC

Foto: 3dman, pixabay.com

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