Forschung

Zum Glück erzogen

31. Januar 2017 0 Kommentare
Die Weichen für das Lebensglück von Kindern werden – wie eine Langzeitstudie dokumentiert – im Elternhaus gestellt. Mit der richtigen Dosis von Zuneigung und Freiheit.

 Für reichlich Diskussionsstoff in der Welt der Pädagogik und Erziehungswissenschaft sorgt eine jüngst im Journal of Positive Psychology publizierte Langzeitstudie der Universität von Edinburgh in Schottland. Die Wissenschaftler Mai Stafford, Diana L. Kuh, Catharine R. Gale, Gita Mishra & Marcus Richards werteten mit großem Aufwand die Daten von mehr als 5000 Menschen von Kindheit an bis ins hohe Lebensalter aus, um herauszufinden, wie Eltern richtig die Weichen zum Lebensglück ihrer Töchter und Söhne stellen können.

Die Erkenntnisse waren ebenso eindeutig wie auch spannend. Erstens konnte belegt werden, dass die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung – wie es heißt – „langfristige Konsequenzen für ein positives psychisches Wohlbefinden“ hat. Sie reichen bis weit über das 70. Lebensjahr hinaus. Zweitens zeigte sich anhand der Lebensgeschichten und zahlreicher Daten und Fakten, wie ein ideales Erziehungsmodell aussieht: Es kommt dabei auf zwei Schlüsselfaktoren an. Herzliche Beziehungen mit Müttern wie auch Vätern und, wie man es nennt, „eine angemessene Autonomie“. Also die richtige Dosis Freiheit zur Persönlichkeitsentfaltung.

Aus Sicht der Wissenschaftler belegen die Ergebnisse die Notwendigkeit, Beratungsprogramme für Eltern anzubieten, die einerseits gute Beziehungsqualität und andererseits das richtige Maß an Kontrolle der Töchter und Söhne zum Thema haben.

HR

Foto: Gilmanshin, pixabay.com

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