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Hörst du mich?

14. Februar 2017 0 Kommentare
Zuhören Christina
Gut hören zu können ist für das soziale Miteinander von größter Bedeutung und daher ein absoluter Glücksfaktor. Immer mehr Menschen schaffen das nicht mehr!

Im Rahmen einer großen „Hörtour“ der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) in Deutschland ließen 23.264 Leute ihr Gehör testen und lieferten damit spannende, aktuelle Daten zum Hörvermögen im ganzen Land. Die haben zum Teil auch erhebliche Brisanz, weil sie deutlich belegen, dass eingeschränkte Hörleistung schon längst nicht mehr allein ein Altersphänomen ist.

Bereits bei zwölf Prozent der Jugendlichen bis zum 20. Lebensjahr wurden leichte bis erhebliche Hörminderungen registriert, was stark damit zu tun haben dürfte, dass man in dieser Altersgruppe Lärm (aus Lautsprechern, Auspuffrohren etc.) wenig bis gar nicht als Risiko betrachtet. In der Altersgruppe der 21- bis 40-Jährigen steigt die Problemquote bereits auf 26 Prozent – jede(r) Vierte muss mit einer mehr oder weniger stark reduzierten Hörleistung leben. Wohl auch sehr oft, weil die Gefahr von Lautstärke im bisherigen Lebensverlauf falsch eingeschätzt worden ist. Hier sind ganz bestimmt zu einem erheblichen Teil auch laute Arbeitsplätze und fehlender Lärmschutz schuld daran.

Bei den 41- bis 60-Jährigen ist die Situation bereits absolut kritisch, mit 58 Prozent hat weit mehr als die Hälfte der Untersuchten eine Hörschwäche. In der Altersgruppe über 60 Jahren bleiben gar nur noch 15 Prozent übrig, die man als „gut hörend“ einstuft. Auffallend ist in dieser Altersgruppe auch der große Hör-Unterschied zwischen Frauen und Männern. Bei den Letzteren zählen nur elf Prozent zur Kategorie „gut hörend“.

HZ

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