Forschung

Geheimnis gelüftet

15. Februar 2017 0 Kommentare
Pferderennen tpsdave
Wissenschaftler des University College in London haben das Geheimnis der Glücks- und Pechsträhnen bei Wetten gelüftet. Die Spieler selbst lösen sie aus.

Ein von Juemin Xu und Nigel Harvey geführtes Forscherteam des University College in London machte sich die Mühe, insgesamt 370.000 Sportwetten von rund 400 Spielern aus Großbritannien ein ganzes Jahr lang genau unter die Lupe zu nehmen. Sie wollten solcherart die Gesetze von jenen Glücks- und Pechsträhnen entdecken, die für Spielerinnen und Spieler entscheidende Elemente ihres Nervenkitzels und Stoff für zahllose Lust- oder Leidensgeschichten sind. Die entscheidende Erkenntnis dabei: Wer nach einer verlorenen Wette krampfhaft versucht, auf die Gewinnerstraße zu kommen, landet meist in der Sackgasse des Spielerfolges – wird von der Pechsträhne verfolgt.

Die Forscher entdeckten, dass Glück bzw. auch Pech im Spiel eine Art Eigendynamik entwickeln. Wer einen guten Wettstart hinlegt, hat gute Chancen dass die positive Performance auch anhält. Umgekehrt gibt es auch eine ähnlich verlaufende Negativspirale: Wer mit Verlust ins Rennen geht, entkommt dem Verlieren sehr oft auch in weiterer Folge nicht.

Die Forscher sind überzeugt, dass diese Umstände von den Spielern selbst bestimmt werden: Sie spielen, wie sich zeigte, auf der Welle des Glücks weit weniger riskant, um ihre Gewinne nicht aufs Spiel zu setzen. Bei Pechsträhnen wird hingegen nicht selten die spielerische Brechstange herausgeholt, man wagt ein höheres Risiko, um die Verluste auszugleichen. Glücksgöttin Fortuna ist jedenfalls weder im einen noch im anderen Fall schuld daran!

HZ

Foto: tpsdave, pixabay.com

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