Forschung

Länger leben

17. Februar 2017 0 Kommentare
Opa kko699
Bemerkenswerte Ergebnisse einer großen Studie: Ältere Menschen, die in der eigenen Familie oder auch darüber hinaus hilfsbereit sind, haben das Glück eines längeren Lebens!

Wer im Alter hilfsbereit ist, hilft sich auch selbst! Das ist das eindeutige Ergebnis eines internationalen Studienprojektes, an dem Wissenschaftler der Universität Basel, der University of Western Australia, der Humboldt-Universität und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (beide in Berlin) teilgenommen haben. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift «Evolution and Human Behavior» veröffentlicht und sorgten für großes Aufsehen.

Ein Beispiel, das oft auch der gelebten Praxis entspricht: Weil beide Eltern berufstätig sind, kümmern sich Großeltern um ihre Enkelkinder. Das tut nun nachgewiesener Weise auch ihnen selbst sehr gut. Sie leben im Durchschnitt um bis zu fünf Jahre länger als Großeltern, die diesbezüglich nicht gefordert sind. Ähnliche Ergebnisse waren auch bei Omas und Opas festzustellen, die andere Familienaufgaben erfüllten – so etwa das Führen des Haushalts.

Die Wissenschaftler konnten auch belegen, dass die positive Kraft des Helfens und Kümmerns nicht nur innerhalb der eigenen Familie Wirkung zeigt. Jene älteren Leute, die sich außerhalb des familiären Umfelds sozial engagierten lebten im Durchschnitt bis zu drei Jahre länger als andere, die das nicht taten.

Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs «Adaptive Rationalität» am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, warnte allerdings in diesem Zusammenhang davor, „das Sorgen für Andere nicht als Patentrezept für ein längeres Leben zu verstehen“. Er geht davon aus, dass ein „moderates Maß“ des Kümmerns tatsächlich auch den Helfern hilft. Bei zu viel Engagement kann allerdings auch, so heißt es, Stress entstehen, „der sich negativ auf die physische und psychische Gesundheit auswirkt.“

HR

Foto: kko699, pixabay.com

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