Forschung

Herumtollen schützt

18. Februar 2017 0 Kommentare
Bewegung Prawny
Eine große Langzeitstudie in Norwegen zeigte, dass Kinder, die sich ausreichend bewegen, glücklicher sind und sich auch langfristig vor Depressionen schützen.

 Nicht alle Eltern sind vom Bewegungsdrang ihrer Sprößlinge begeistert, weil er auch nicht immer zur richtigen Zeit und am richtigen Ort ausgelebt wird. Nun zeigen die Ergebnisse eines großen Forschungsprojektes an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim, dass man das Herumtollen von Kindern mit ganz anderen Augen sehen muss. Die jungen Herrschaften profitieren gleich doppelt davon: Erstens wirkt sich körperliche Aktivität – nicht ganz überraschend – auch auf ihr Wohlbefinden aus. Zweitens neigen sie später weniger zu Depressionen. Was bedeutet, dass Bewegung eindeutig wichtige präventive Wirkung hat.

Für die Studie, die unter der Regie der Psychologinnen Tonje Zahl und Silje Steinsbekk lief, wurden zunächst rund 800 Kinder im Alter von sechs Jahren zu einer Erstuntersuchung gebeten und danach bis zum zehnten Lebensjahr (auch mit Hilfe von Bewegungssensoren) beobachtet und gemeinsam mit ihren Eltern immer wieder befragt.

Dieser große Aufwand schien den Wissenschaftlerinnen notwendig, um unter anderem auch der Frage nachzugehen, warum depressive Kinder weniger Bewegungsdrang verspüren. Man wollte klären, ob die Depression die Lust am Herumtollen nimmt oder umgekehrt der Mangel an Aktivitäten diese Erkrankung fördert. Die Forscherinnen gehen aufgrund von Detailergebnissen nun eindeutig davon aus, dass Letzteres der Fall ist.

Interessant für Eltern ist auch der Durchschnittswert körperlicher Aktivität bei Kindern: Im Alter von sechs Jahren bleiben sie täglich eine Stunde und elf Minuten in Schwung, bei Zehnjährigen sind es dann schon sechs Minuten weniger.

HR

Foto: Prawny, pixabay.com

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