International

Fit mit Sprachen

19. Februar 2017 0 Kommentare
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Bei einer großen internationalen Umfrage zum Thema „Sprachen lernen“ überrascht Österreich: Nur in der Alpenrepublik ist geistiges Fitness-Training dafür die Motivation Nummer eins!

Die große Nutzer-Umfrage der E-Learning Plattform Babbel (über eine Million Kunden, 450 Mitarbeiter, Hauptsitz Berlin) bietet mit fast 45.000 internationalen Teilnehmern die bislang umfassendsten Einblicke ins Online-Sprachenlernen. Die wohl spannendste Erkenntnis dieser Untersuchung: Sprachen lernen ist eindeutig eine Art Glücksfaktor geworden. Bei der Frage nach dem Warum landet der Karriere-Aspekt erst weit abgeschlagen am sechsten Platz, es dominieren lustbetonte und am Wohlbefinden orientierte Überlegungen. Im internationalen Schnitt an erster Stelle liegt das Motiv „sich auf Reisen besser verständigen können“ (56 Prozent der mehrfach möglichen Nennungen), gefolgt von der „persönlichen Entwicklung“ (50 Prozent) und des „Gehirn-Trainings“ (28 Prozent).

Beim dritten Platz kommt die große Überraschung aus Österreich ins Spiel: Hier dominiert das Argument „Gehirn-Training“ mit 42 Prozent der Nennungen und damit weit über dem internationalen Schnitt liegend. In diesem Ranking findet sich Deutschland (35 Prozent) auf Platz zwei.

Sprachen lernen als Brainfitness-Strategie hat, wie die internationalen Daten zeigen, auch eindeutig Zukunft: Erwartungsgemäß liegen in dieser Kategorie die Ruheständler mit 48 Prozent, die sich zu diesem Motiv bekennen (zweiter Platz hinter „sich auf Reisen besser verständigen können“) klar voran. Aber schon dahinter kommen die Studierenden mit 39 Prozent (zweiter Platz hinter persönlicher Entwicklung) – was man als klaren Trend-Hinweis interpretieren kann.

Brainfitness als wichtiges Argument für das Erlernen von Sprachen hat in den vergangenen Jahren auch mehrfach kräftigen wissenschaftlichen Rückenwind bekommen. So belegte eine Studie der Universität Edinburgh in Schottland, dass es unter anderem den Beginn von Demenz um vier bis fünf Jahre hinauszögern kann.

Starke Motivationshilfe war auch eine Untersuchung der Universität Haifa in Israel, die der alten Volksweisheit „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ in Sachen „Sprachen lernen“ heftig widerspricht. Da zeigten sich die reiferen Semester den Kindern sogar in mehreren Punkten deutlich überlegen. So taten sie sich beispielsweise bei der Umsetzung von Regeln leichter.

HR

Unser Bild zeigt eine Installation von Fritz Ganser im KUKO des Bildungshauses Schloss St. Martin. Foto: GZ

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