Kunterbunt

Mehr Luft!

27. März 2017 0 Kommentare
Frische Luft Klaus Josef, pixabay.com
Glück bringt oft auch mehr Achtsamkeit bei den Grundelementen unseres Lebens – wie etwa frischer Luft. Das klingt selbstverständlich, leider wird aber zu wenig daran gedacht.

Der Umgang mit der Qualität unserer Atemluft ist leider viel zu oft sehr nachlässig. Wir verbringen viele Stunden in schlecht oder gar nicht gelüfteten Räumen und wundern uns über Unwohlsein, Müdigkeit und Unaufmerksamkeit. Dabei lässt sich das alles relativ leicht erklären.

Die unglaubliche Menge von etwa 19.000 Liter Luft atmet der Mensch täglich ein und wieder aus. Er versorgt sich selbst so mit lebensnotwendigem Sauerstoff und entsorgt das Abfallprodukt namens Kohlendioxid – ein farbloses, nicht brennbares Gas. Dieses ist uns nur zu gut bekannt, weil sein übermäßiger Ausstoß als akute Bedrohung für das Weltklima gilt.

Pro Person werden so durch das Ausatmen jährlich unglaubliche elf Tonnen pro Person und Jahr freigesetzt, das sind immerhin vier Prozent des jährlich weltweit emittierten Gesamtvolumens. Kohlendioxid darf allerdings nicht nur in großen Zusammenhängen, sondern auch im Kleinklima von Arbeitsräumen nicht unterschätzt werden. Dort, wo mehrere Leute auf relativ engem Raum gemeinsam am Werk sind und auf regelmäßiges Lüften vergessen, entstehen durch menschliche Emissionen verhältnismäßig rasch erhöhte CO2-Konzentrationen. Diese machen sich sofort, wie bereits geschildert, folgenschwer bemerkbar.

Das menschliche Wohlbefinden kann bereits ab relativ geringen CO2-Konzentrationen von über 800 ppm (parts per million) beeinträchtigt werden. Zum Vergleich: Frischluft gehobener Güte liegt bei etwa 300 ppm, Stadtluft kann es auf bis zu 700 ppm bringen. In so manchen wenig bis gar nicht belüfteten Seminarräumen, Großraumbüros und Klassenzimmern hat man schon Werte weit jenseits von 3000 ppm gemessen.

Das Problem dabei: Um teure Energie zu sparen, wird mehr denn je auf die Dichtheit von Fenstern und Türen gesetzt. Was zur Folge hat, dass man konsequent auf regelmäßigen Luftaustausch achten muss, worauf aber gerne vergessen wird. So gesehen mutiert beispielsweise die Schwäche der klassischen Altbau-Doppelfenster plötzlich zur Stärke. Sie bieten in Räumlichkeiten mehr als dreimal so schnelles Luftwechsel-Tempo an als bei so genannten Isolierglasfenstern, die über eine Mehrfachdichtung verfügen. Und sie tragen auf diese Weise dazu bei, dass Menschen mit weniger Kohlendioxid in der Atemluft voll bei ihrer jeweiligen Sache sein können.

Die Erkenntnis aus all dem: Wer regelmäßig ans Lüften denkt, schafft Zufriedenheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

CR

Foto: Klaus Josef, pixabay.com

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