Kunterbunt

Buntes Glück

31. März 2017 0 Kommentare
SERIE TEIL 1: Farben sind zu einem höchst bedeutsamen Wirtschafts-, Leidenschafts- und Glücksfaktor geworden. In Mode, Politik, Fußballstadion und vielem mehr.

Farbe – da geht es inzwischen um sehr viel auf dieser Welt!. Man bedenke, dass sich zig Millionen Menschen dieser Welt, die Mehrzahl davon weiblich, jährlich von den Modepäpsten die Farbtöne ihrer Bekleidung vorschreiben lassen. Oder man blicke in die Fußballstadien rund um den Globus, die ganz im Banne einer geradezu fanatisch betriebenen Farbenlehre stehen. Jedes Nationalteam, jeder nur halbwegs bekannte Verein dieser Welt und vor allem deren Fans halten sich leidenschaftlich an einen Farbcode. Auch in der Politik nimmt sich kaum noch jemand die Mühe, die Namen der politischen Parteien auszusprechen. Man neigt zu den Roten, Schwarzen, Blauen oder Grünen.

Die faszinierende Vielfalt der Farben, mit denen wir heutzutage leben, ist eine Entwicklung der Neuzeit. Bevor es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts möglich wurde, die geheimen Künste der Färber durch die moderne Schule der Chemie zu ersetzen, waren gewisse Farben so teuer, dass sie nur dem Hochadel vorbehalten blieben. Das kostbare Purpur(rot) ging als die Bekleidungsfarbe der Könige in die Geschichte ein und wurde erst 1871 entzaubert, als es die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) mit der Herstellung von synthetischem Rot schaffte, den einstigen Luxus für alle erschwinglich zu machen.

Farben sind weltweit zu Schlüsselbegriffen einer Symbolsprache geworden, die sich allerdings von Kultur zu Kultur grundlegend unterscheidet. Das beginnt bei der bekannten Tatsache, dass – vorwiegend von Religionen geprägt – die Trauerfarbe schwarz (wie hierzulande) aber auch weiß sein kann. Wer bei uns „blau“ ist, hat zu viel dem Alkohol zugesprochen, ein vom „Blues“ befallener Brite hingegen leidet an Melancholie. Wobei bemerkenswert ist, dass sich farbliche Traditionen recht rasch ändern können. Für die Bräute der Gegenwart ist das weiße Kleid der Inbegriff der Hochzeitsfreude, noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts haben die Damen in langen schwarzen Gewändern ihr „Ja“-Wort gegeben.

CR

Nächste Folge: Farbe führt Regie

Foto:  Jarkko Manty, pixabay.com

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