Kunterbunt

Eine bunte Sprache

2. April 2017 0 Kommentare
Farbkopf geralt
SERIE TEIL 3: Die Sprache der Farben hilft uns, Botschaften auf einen Blick zu erkennen. Nur beim Glück ist’s schwierig – Rot und Gelb drücken es aus.

In vielen Lebensbereichen, vor allem aber in Marketing und Kommunikation setzt man mittlerweile auf die Sprache der Farben – auch im Bewusstsein, dass sie nicht alle erreichen kann und dass es zum Teil auch unterschiedliche Wahrnehmungen und Interpretationen gibt. Ein gutes Beispiel dafür ist das Glück, dem zwei Farben zugerechnet werden. Einerseits das sonnige und freundliche Gelb und andererseits das stimulierende Rot. Das könnte dann eigentlich zum gemixten Ton Orange führen, der für Geselligkeit und Lebensfreude steht – weshalb gastliche Stätten ihre Wände gerne damit gestalten. Aber die Sache hat auch einen Haken: Orange liegt in der Beliebtheitsrangliste weit im Hinterfeld.

Man sieht, so einfach ist die Sache mit den Farben nicht, aber es zahlt sich dennoch aus, sich mit ihnen zu beschäftigen. Daher hier einige der wichtigsten Effekte:

  • Rot: Die Assoziationen führen zu Glück Feuer, Blut, Liebe und Leidenschaft. Entsprechend wird der Farbe, zu der sich besonders viele Menschen hingezogen fühlen, stimulierende Kraft nachgesagt. Rot ist auch die Alarmfarbe, wie wir nicht nur von Ampeln, Verkehrszeichen und Feuerwehrautos wissen.
  • Orange: Eine Farbe, deren Beliebtheit sich schwer in Grenzen hält. Aber es weckt Heiterkeit, Lebensfreude, Geselligkeit und Vergnügen.
  • Gelb: Ein regelrechtes Kraftwerk – die Filiale der Sonne in der Farbenpalette! Die Farbe der Kommunikation, der Freundlichkeit, der Heiterkeit, der positiven Lebenseinstellung, der Aufmerksamkeit und auch wieder des Glücks.
  • Grün: Angeblich sieht es giftig aus – diese Fehlinterpretation geht auf jene Zeit zurück, in der die Färber dafür noch Arsen verwenden mussten. Heute wird Grün eher beruhigende und entspannende Wirkung zugeschrieben – vielleicht deshalb, weil Grün für uns zur Symbolfarbe der Natur geworden ist. Eine klare Vorliebe zeigt auch das menschliche Auge. Seine Empfindlichkeit für Grün ist am größten.
  • Blau: Die Kälte selbst – und bei allem Frösteln dennoch laut Umfrage die beliebteste aller Farben. Das hängt wohl damit zusammen, dass die kühlende Erfrischung, wie wir wissen, ja ihre schönen Seiten hat – vor allem in der heißen Jahreszeit. Außerdem gelten „coole“ Menschen als klug und willensstark. Schließlich steht Blau auch für die Freiheit des Himmels und die Kostbarkeit des Wassers.
  • Weiß: Wir zweifeln daran, ob es überhaupt eine Farbe ist – und kaufen Modisches und Sonstiges in Naturweiß, Perlweiß oder Reinweiß. Jenseits der textilen Welt verbindet man damit Reinheit, Unschuld und Vollkommenheit. Der wahre Reiz liegt aber im Kontrast. Was wäre denn Schwarz ohne Weiß?
  • Schwarz: Als Farbe der Trauer mit schmerzhaften Emotionen verbunden. Dennoch seit eh und je die Lieblingsfarbe der Modemacher und Designer. Wohl, weil sich das Auge so ganz auf die Elegance der Linienführungen konzentrieren kann. Schwarz macht Edles noch edler, wie unter Anderen Autohändler erzählen können.

CR

Foto: geralt, pixabay.com

SCHLUSS der Serie

Das könnte dir auch gefallen...

Kommentieren