Forschung

Die Tiefe von Freundschaft

4. April 2017 0 Kommentare
Ein Dämpfer für die hoch gelobte Glückskraft der Freundschaft: Nur jeder Zweite verdient sich – so eine Studie – das Prädikat, „wahr“ zu sein.

Soziale Kontakte zählen bekanntlich zu den allerwichtigsten Glücksfaktoren: Eine Studie des Institutes myMarktforschung.de in Deutschland hat nun sozusagen die Freundschaftstiefe ausgelotet. Mit spannenden Erkenntnissen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass es die Deutschen – was wohl auch den Verhältnissen in Österreich sehr nahe kommt – im Schnitt auf sechs Freundinnen oder Freunde bringen. Allerdings betrachtet man nur die Hälfte davon als „wahre Freunde“.

Aus Sicht der Glücksforschung bemerkenswert ist ferner der Umstand, dass offensichtlich ein höheres Einkommen auch zu mehr Freundschaften führt – ein größeres Budget zieht bis zu vier weitere Freunde an, davon allerdings nur einen aus der Kategorie „wahrer Freund“. Womit sich zeigt, dass Geld (im Gegensatz zu anderen Thesen) zumindest auf dem Umweg von Freundschaften doch glücklich machen kann.

Das Institut myMarktforschung.de hat noch ein weiteres, wichtiges Beziehungsfeld unter die Lupe genommen – nämlich die Verwandtschaft. Mit zehn Leuten davon steht der Durchschnittsbürger in regelmäßigem Kontakt – eigentlich mit recht vielen. Die Quote erhöht sich noch bei Besserverdienern, die einen Draht zu zwölf Verwandten haben, während es Menschen mit einem kleinen Einkommen nur auf acht bringen.

Das weit verbreitete Klischeebild von der deutlich höheren Kontaktfreudigkeit des weiblichen Geschlechts wird in der Studie nicht bestätigt. Im Umgang mit Verwandten und Freundinnen liegt man den männlichen Verhältnissen sehr ähnlich.

AZ

Foto: Cheryl Holt, pixabay.com

 

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