Lokal

Wohin mit dem Zeug?

6. April 2017 0 Kommentare
Sammeln – das hat oft mit Glück zu tun, aber auch mit Trennungsschmerz. Bei Frauen geht’s oft um eng gewordene Kleidung, bei Männern um Werkzeug.

Viele Menschen sind der Sammelleidenschaft verfallen und es gibt fast nichts auf der Welt, was davon nicht berührt wird. Beliebte Objekte dieser Begierde sind etwa Briefmarken, Bierdeckel, bestimmtes Geschirr, alle Arten von Kunstwerken und anderes mehr. Es gibt viele Theorien, warum der Homo sapiens sich selbst mit der Anhäufung von Dingen beglückt. Manche glauben, dass damit sein Jagdtrieb nachbebt oder auch, dass Geltungsbedürfnis eine Rolle spielt. Auf alle Fälle hat es eine stark soziale Komponente, denn die Sammler untereinander haben Gesprächsstoff vom Feinsten oder lassen auch den Tausch blühen.

Wer Briefmarken sammelt, stellt seine Umgebung auf keine harte Probe, aber wer beispielsweise Bierflaschen oder gar bestimmten Möbelstücken zugetan ist, braucht ein verständnisvolles Umfeld – vor allem dann, wenn der Lagerdruck möglicher Weise schon bis ins Schlafzimmer reicht. Deshalb ist das Frühjahr mit seinen Reinigungs- und Ordnungstendenzen die sensible Zone dieser Freizeitbeschäftigung. Sie hat allerdings auch noch einen nahen Verwandten – das eher planlose Sammeln von Stücken, von denen man sich einfach nicht trennen kann.

Zu diesem Thema kann uns die Meinungsforschung einiges erzählen. Eine Studie von immowelt.at, einem der meistbesuchten Immobilienportale, deckt auf, dass mehr als ein Drittel (35 Prozent) aller Österreicherinnen zu eng gewordene Kleidungsstücke hortet – in der Hoffnung, dass sie eines Tages wieder passen könnten. Oder, dass mehr als ein Drittel (34 Prozent) aller Männer eine raumgreifende Bindung zu Ersatzteilen verschiedenster Art und zu Werkzeugen hat. Man könnte es ja vielleicht brauchen…

HR

Foto: kropekk_pl/pixabay.com

Das könnte dir auch gefallen...

Kommentieren