Forschung

Motivation kippt

15. April 2017 0 Kommentare
Motivation 3dman-eu
Das klingt gar nicht gut: Zum ersten Mal seit 2012 ist weltweit das Niveau der Mitarbeitermotivation auf den Arbeitsplätzen gesunken. Es könnte so weiter gehen.

 Die vom international tätigen Personal-Consulter Aon Hewitt jährlich durchgeführte Untersuchung „Trends in Global Employee Engagement“ hat die Angaben von fünf Millionen Beschäftigten in mehr als 1.000 Unternehmen weltweit als Fundament. Analysiert werden Faktoren wie Leistungsförderung, Karrieremöglichkeiten, Anerkennung, Arbeitsmittel und Ressourcen sowie die Bewertung des Top-Managements. Die aktuelle Version der Studie zeichnet ein nicht unbedingt erfreuliches Bild: Das Engagement-Level der Mitarbeiter ist vom Spitzenwert des Jahres 2015 – 65 Prozent motivierte Menschen in der Arbeitswelt – auf 63 Prozent im Vorjahr gekippt. Wobei rund ein Viertel (24 Prozent) als hochgradig und 39 Prozent als mittelmäßig engagiert gelten.

Damit geht eine längere Phase positiver Entwicklung zu Ende. Seit 2011 (59 Prozent) gingen die Werte zuletzt kontinuierlich nach oben, nun dürfte allerdings wie die Experten von Aon Hewitt vermuten, eine negative Trendwende begonnen haben. Man führt sie unter anderem auf die „rapiden Veränderungen durch die Digitalisierung“ zurück.

Ein bemerkenswertes Detail der Studie: In Europa ist die Mitarbeitermotivation im internationalen Vergleich traditionell am niedrigsten. Hier liegt sie bei einem Durchschnittswert von 58 Prozent. Frankreich und Italien verzeichneten mit einem Minus von sieben Prozent im Vergleich zum Jahr 2015 die größten Einbußen, gefolgt von Spanien und den Niederlanden mit einem Minus von fünf Prozent. Deutschland (minus ein Prozent) blieb auffallend stabil. Ein österreichischer Wert wurde nicht ausgewiesen.

HR

Foto: 3dman-eu, pixabay.com

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