Forschung

Smartphone-Mania

20. Mai 2017 0 Kommentare
Die Smartphone-Abhängigkeit nimmt massiv zu – speziell bei den so genannten Millennials: Jeder Vierte dieser Generation verbringt über fünf Stunden pro Tag mit seinem Handy.

Das Glück dieser Erde scheint für unglaublich viele Menschen im Gehäuse eines Mobiltelefons zu liegen: 27 Prozent der im Zeitraum zwischen 1980 und 1999 geborenen Millennials fühlen sich ohne ihr Smartphone „frustriert“, 26 Prozent „verloren“, 19 Prozent „gestresst“ und 16 Prozent „traurig“. Dieses Bild einer Tragödie im Falle von Handy-Abstinenz zeichneten die Ergebnisse einer aktuellen Studie von B2X, in Zusammenarbeit mit Prof. Anton Meyer vom Institut für Marketing und Prof. Thomas Hess vom Institut für Neue Medien an der Ludwig-Maximilians-Universität München, für die mehr als 2.600 Leute in Deutschland, Brasilien, Indien, Russland und in den USA befragt worden sind.

Die Beziehungen der Millennials zu ihren Smartphones sind, wie sich zeigte, äußerst intensiv und hoch emotionell: Rund 25 Prozent von ihnen sind mehr als fünf Stunden am Tag mit dem Mobiltelefon beschäftigt, über 50 Prozent zumindest drei Stunden. Ein Viertel checkt das Handy öfter als 100 Mal, etwa die Hälfte mehr als 50 Mal pro Tag.

85 Prozent der Mobiltelefonierer unter den Millennials haben ihr Gerät immer in Reichweite, mehr als ein Viertel trägt es permanent am Körper – unglaublicher Weise sogar nächtens. In Anbetracht all dieser Bedeutungsdimensionen wundert es auch nicht weiter, dass 41 Prozent auf ihr Smartphone selbst für eine 1000-Dollar-Prämie nicht ein Monat verzichten würden. Und das Kurioseste dazu: Vier Prozent wären sogar bereit, ein Monat lang ins Gefängnis zu gehen, um nicht ein Jahr lang ohne Handy leben zu müssen.

AR

Foto: Moritz, pixabay.com

 

 

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