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Die Sinne entdecken

10. Juni 2017 0 Kommentare
Mental- und Bewusstseinstrainer Bernhard Schwarz als glueckszeitung.at-Gastautor über die Glückseligkeit des Zulassens und die Bedeutung unserer  Sinnesgaben.

Glück beginnt für mich einerseits dort, wo unser Vergleich mit anderen Menschen enden wollend ist und wir anfangen, über unser eigenes Leben nachzudenken. Die Freude daran, welche Erlebnisse und Erfahrungen wir schon alle erlebt haben: sei es, dass diese höchst erfreulich für uns waren und diese sich im himmelhoch jauchzenden Gefühl der Verbundenheit zeigten oder aber zutiefst bedrückend auf unsere gegenwärtige Lebenssituation auswirkten. Doch ist diese Dualität – Freude bis Trauer – nicht genau auch dafür verantwortlich, dass wir ebenso ein in allen Maßen freudiges Abenteuer in uns genießen dürfen!? Andererseits ist jeder Mensch mit Sinnen ausgestattet worden und damit können die meisten von uns sehen, riechen, schmecken, fühlen und hören – welch wundervolle Eigenschaften dies doch sind, nicht wahr?

Gerade in einer Zeit, in der es uns, für unsere Verhältnisse, schlecht geht bzw. wir uns selbst so fühlen als hätte sich ein verrückt gewordener Pavian in unserem Haus verirrt und nun alles in Schutt und Asche gelegt, ist es wichtig, dass wir uns auch so – traurig – fühlen dürfen! In diesem Zulassen können des jeweils vorherrschenden Gefühls in uns liegt mehr Glückseligkeit verborgen als jetzt viele von Ihnen denken und glauben werden. Warum, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen!? Weil auf die Traurigkeit meist die Freude folgt! Wenn dies nicht der Fall ist, überprüfen Sie noch einmal, ob Sie diesen Kummer auch wirklich durchlebt haben! Oft lenken wir uns einfach mit anderen Sachen ab, um dem “scheinbaren Unglück“ zu entfliehen. Doch dieses Davonlaufen wird erst recht unsere Unglückseligkeit auf den Plan rufen, denn um diese Sorgen aufzulösen, ist das Fühlen dessen erforderlich.

Wann haben Sie zuletzt an einer aufblühenden Blume gerochen? Und haben Sie daran nur ihre Nase involviert oder haben Sie all Ihre zur Verfügung stehenden Sinne eingesetzt und an diesem Zauber teilhaben lassen? Wenn nicht, warum nicht? Unsere Sinnesgaben sind unsere wichtigsten Tools in Bezug auf die Außenwelt, in der wir glauben zu leben! Weshalb nutzen wir dann oftmalig nicht unsere komplette Farbpalette, welche uns jederzeit, völlig frei und kostenlos zu unserer eigenen Lebensgestaltung bereitsteht? Doch meist sind wir schon so in unserer schnelllebigen Welt konditioniert, dass wir diese unsere mögliche Auswahl an Farben gar nicht mehr nach dem eigentlichen Lebensprinzip nutzen. Wir erstarren in unserer Gewohnheit des alltäglichen Lebens und nehmen uns nicht mehr die Zeit, all die Köstlichkeiten, welche sich direkt vor unseren Augen, unter unserer Nase, hinter unseren Ohren, in unserem Mund und natürlich bei unseren Tastinstrumenten, sprich vor allem unseren Händen, unaufhörlich befinden mögen.

Also laufen Sie in die Natur hinein und kosten Sie diese mit Ihren Sinnen aus – erfreuen Sie sich an dieser so einmaligen Zauberhaftigkeit unserer vielseitigen Sinnesregungen!

Bild: Skitterphoto, pixabay.com

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