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Glücklos Lenken

13. Juni 2017 0 Kommentare
Werbung suggeriert pures Glück beim Autofahren – doch die Wirklichkeit kann damit nicht mithalten. Der Alltag im Straßenverkehr wird immer stärker von Aggression geprägt.

Aggressives Fahrverhalten wird, so heißt es in einer Aussendung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) von den Verkehrsteilnehmern auf Österreichs Straßen immer stärker wahrgenommen. Es äußert sich in Drängeln, Schneiden und Rasen – in Verhaltensweisen hinter dem Lenkrad, die erstens wahrlich keine Glücksgefühle aufkommen lassen und zweitens äußerst gefährlich sind. Die Ergebnisse einer aktuellen KFV-Studie zu diesem Thema zeigen außerdem, dass aggressives Fahren im Straßenverkehr mit größerer Unaufmerksamkeit, häufigeren Fahrfehlern und vermehrter Unfallbeteiligung einhergeht – unabhängig von der jährlichen Kilometerleistung.

„Fahrzeuglenker stehen häufig unter Zeitdruck und möchten ihr Ziel möglichst rasch erreichen. Ist dies nicht möglich, so entsteht Stress. Dies führt zur Erregung der Gefühle, wodurch es zu aggressiven Interaktionen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommt“, erklärt Klaus Robatsch, Bereichsleiter Forschung & Wissensmanagement im KfV. Von Seiten des Kuratoriums kommt man zur Erkenntnis, dass Aggression im Straßenverkehr daher in Zukunft mit gezielten Gegenmaßnahmen noch effizienter verhindert werden muss. Ein Weg dazu könnten auch Glücksstrategien hinter dem Lenkrad sein: Wer in Straßenverkehr verständnisvoll, großzügig und freundlich agiert, fühlt sich selbst auch gleich um Eckhäuser besser. Der Haken an der Sache: Wie überall ist auch hier aller Anfang schwer.

AZ

Foto: facundowin, pixabay.com

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