Schule

Kleine Glücksforscher

18. Juni 2017 0 Kommentare
Glücksklasse 1A
Die Top-Ten-Storys aus einem Jahr glueckszeitung.at. Platz acht: Am Pestalozzi-Gymnasium in Graz  erforschten Erstklassler das Glück – mit spannenden Ergebnissen.

 Sie sind fröhlich, selbstbewusst und überraschen mit Redegewandtheit. Die Mädchen und Buben der 1A Klasse des Pestalozzigymnasiums (durchwegs elf Jahre jung) erledigten dieser Tage bravourös ihren ersten Auftritt in einer für dieses Alter mehr als ungewöhnlichen Rolle – als Forscherinnen und Forscher. Sie haben in einem Studienprojekt über 100 Menschen befragt, was sie am meisten glücklich macht.

Der Forscherdrang der jungen Herrschaften hat einen interessanten Hintergrund. Das Pestalozzi-Gymnasium in Graz zählt als einzige Allgemeinbildende Höhere Schule (AHS) zu jenen über 100 „Glücksschulen“ in der Steiermark, in denen Fortuna auch eine wichtige pädagogische Rolle spielen darf. Die 1A ist eine von drei ersten Klassen, in denen es (wie berichtet) – sogar benoteten – Glücksunterricht gibt. Glücksprofessorin Renate Duschnig gelang es, die Schülerinnen und Schüler von der Idee zu begeistern, mutig selbst in Sachen Glück zu forschen und dabei auch die Kraft der Entdeckerfreude kennenzulernen.

Die Erstklassler bereiteten sich sorgfältig auf ihr Forschungsvorhaben vor. Schließlich wandten sie sich unterstützt von einem Fragebogen an Schülerinnen und Schüler anderer Klassen, die Professorenschaft, Eltern, Verwandte, Bekannte und auch Unbekannte. Und sie machten damit tolle Erkenntnisbeute, die – was Renate Duschnig besonders stolz macht – in ihrer Qualität durchaus mit der hohen Wissenschaft mithalten kann. Das Wichtigste davon: Die Familie ist in allen Altersgruppen der klare Glücksfaktor Nummer eins. Bei jüngeren Befragten liegen die Freundinnen und Freunde an zweiter Stelle, gefolgt von der Gesundheit bei Mädchen und dem Sport bei Burschen. Bei älteren Semestern gehört Platz zwei der Gesundheit, Freunde liegen dahinter.

Die kleinen Glücksforscher argumentierten bei der Analyse der Ergebnisse wie große Glücksexperten. So wunderten sie sich etwa über jene Minderheit, die meinte, dass Geld glücklich machen kann. Vor allem aber fanden sie auch aus der neuen Perspektive klar bestätigt, dass Glück ansteckend ist. Das Forschen hat ihnen selbst, wie sie übereinstimmend sagten, richtig gut getan.

Hier einige Statements der kleinen Glücksforscher:

Jakob: „Leute, die man nicht kennt, zu befragen, ist nicht so einfach. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht!“

Nico: Ich habe auch unseren Herrn Direktor befragt – der ist voll nett und, wie sich gezeigt hat, auch glücklich.

Veronika: Es war sehr interessant, Menschen besser kennenzulernen. Vor allem aber habe ich gemerkt, dass man mit Glück wirklich anstecken kann.

Hannah: Die Gespräche mit den Befragten waren unter anderem auch wirklich gut für mein Selbstvertrauen.

Adile: Manche haben bei der Frage, was sie glücklich macht, den Punkt Geld angekreuzt. Aber Glück kann man nicht kaufen!

Andreas: Ich hab’ mich bei den Interviews richtig gut gefühlt. Schade, dass einige Achtklassler nicht antworten wollten.

Nina: Ich hab’ das richtig cool gefunden, Leute zu befragen. Ich hoffe, dass man mit den Ergebnissen auch helfen kann.

Johanna: Ich habe dabei entdeckt, dass Menschen sehr unterschiedlich denken. Manche haben ganz ungewöhnliche Punkte angekreuzt.

Fabienne: Es gab interessante Erfahrungen. Auch die, dass manche unbedingt mehr als drei mögliche Punkte aus der Glücksliste ankreuzen wollten.

Lara: Ich hab’s bei unserer Befragung sehr schön gefunden, wenn Leute ganz gleich denken wie ich.

Anna: Ich bin während unseres Umfrage-Projektes immer glücklich nach Hause gekommen. Auch auf diese Weise war Glück ansteckend.

Maximilian: Echt spannend, wie andere Menschen ihr Glück finden. Überrascht hat mich meine Mama – sie macht Arbeit glücklich!

Thomas: Ich habe besonders interessant gefunden, dass besonders bei den jüngeren Männern nicht wenige gemeint haben, dass Sport sie glücklich macht.

Melis: Jetzt weiß ich auch ganz genau, was unsere Lehrerinnen und Lehrer besonders glücklich macht.

BC

Fotos: GZ

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