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Schreib dich glücklich!

21. Juni 2017 0 Kommentare
Die Top-Ten-Storys aus einem Jahr glueckszeitung.at. Platz fünf: Ausdrucksschreiben bringt zahlreiche Vorteile für Psyche und Körper. Es heilt, wenn man seine tiefsten Geheimnisse enthüllen kann.

Ausdrucksschreiben ist eine Methode, bei der man über seine tiefsten Gefühle,Gedanken und geheimsten Erlebnisse schreiben kann – ohne sich dabei über Rechtschreibfehler oder das mögliche Urteil von LeserInnen Sorgen machen zu müssen. Der Trick: Anweisungen, wie die von dem Sozialpsychologen J. W. Pennebaker folgen, die vorschlagen so ehrlich und offen wie möglich über traumatische Erfahrungen zu schreiben, die einen am meisten bewegen. Ohne Unterbrechung und nur wenn man sich sicher ist, dass man dabei nicht versehentlich “ausflippt” (die sogenannte Flit-out rule). Und ohne, dass es jemand liest. Auβer man selbst, wenn man möchte.

Die Vorteile dieser einfachen aber intensiven Methode sind beeindruckend. Zahlreiche Studien (wie z.B. der Wissenschaftler Baikie and Wilhelm) beweisen, dass Ausdrucksschreiben unter anderem den Blutdruck senkt, die Lungenfunktion steigert, das Immunsystem stärkt, die Laune und die Erinnerungsfähigkeit verbessert, Arbeitslosen schneller wieder zu einer neuen Anstellung (und Einstellung) verhilft – und allgemein gröβeres Wohlbefinden bringt und glücklich macht.

Was man dazu benötigt? Vier Mal zwanzig Minuten Zeit (möglichst an aufeinander folgenden Tagen), Ehrlichkeit zu sich selbst, Bleistift, Papier und vielleicht ein paar Taschentücher – denn manchmal fühlt man sich kurzzeitig traurig, bevor die Methode Erleichterung bringt.

Die genauen Schreibanweisungen findet man, unter anderem, in dem Buch Heilung durch Schreiben. Ein Arbeitsbuch zur Selbsthilfe von J.W. Pennebaker.

Autorin: Universitätsprofessorin Dr. Claudia Chibici-Revneanu, ENES-UNAM, Leon, Mexiko

Foto: Bykst, pixabay.com

ENGLISCH:

Write your way to happiness!

Expressive writing can bring a lot of benefits both to your body and mind. Revealing your deepest secrets can heal you – even if the one listening is a paper-friend.

Expressive writing is a form of writing about your deepest emotions, thoughts and secrets, without worrying about spelling and readers’ judgment. The trick: Follow instructions like those by social psychologist J.W. Pennebaker which ask you to write as honestly and openly as possible about those traumatic experiences most affecting your life. Without interruptions. Only if you are sure you won’t, accidentally, “flip out” (the so-called “flip-out rule”). And without letting anyone read it afterwards. Except, perhaps, yourself – if that’s what you want.

The benefits of this simple yet intense method are impressive. Numerous studies (as for instance those by scientists Baikie and Wilhelm) show that expressive writing – among other effects – lowers your blood pressure, improves your lung functioning, boosts your immune system, improves your working memory, lifts your mood, helps people get re-employed more quickly after losing their job – and generally leads to greater well-being and happiness.

What you need? Four times twenty minutes (ideally on consecutive days), honesty with yourself, a pencil, paper, and maybe a few tissues – because sometimes you might feel a bit sad before the method starts to bring relief. You can find the exact writing instructions in one of J.W. Pennebaker’s books, such as Expressive Writing – Words that Heal.

Universitätsprofessorin Dr. Claudia Chibici-Revneanu, ENES-UNAM, Leon, Mexiko

 

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