Forschung

Beste Freunde

24. Juni 2017 0 Kommentare
Die Top-Ten-Storys aus einem Jahr glueckszeitung.at. Platz zwei: Eine Studie belegt, dass die Beziehungen von Kindern zu Haustieren besser sind, als jene zu den Geschwistern!

Es war ein Forschungsprojekt in einem bemerkenswerten Design und in breiter fachlicher Allianz, dessen Ergebnisse jüngst im Journal of Applied Developmental Psychology publiziert worden sind. In Zusammenarbeit des Institutes für Familienforschung der University of Cambridge und des (zu Mars Petcare gehörenden) Waltham-Zentrums für Heimtierhaltung und Ernährung in Leicestershire, England, wurden Kinder im Alter von zwölf Jahren aus 77 ganz besonderen Familien befragt. Es ging um Mädchen und Buben, die mit verschiedensten Haustieren und auch mit Geschwistern aufwachsen. Das Ziel dieses ungewöhnlichen Vorhabens: Es galt zu klären, welches Zusammenleben besser gelingt – jenes mit den tierischen Gefährten oder das mit den Brüdern und Schwestern.

Studienleiter Matt Cassells erklärte das ungewöhnliche Projekt mit besonderem Glücksbezug so: „Wir wollten wissen, wie stark Beziehungen zu Heimtieren im Vergleich zu anderen familiären Bindungen sind. Dadurch könnten wir letztendlich auch herausfinden, inwieweit Tiere zu einer gesunden kindlichen Entwicklung beitragen.“

Das erstaunliche Ergebnis: Die Beziehungen zu den Heimtieren waren stärker ausgeprägt und hatten den Charakter von tiefen Freundschaften, wobei jene zu Hunden von einer „noch größeren Zufriedenheit“ geprägt waren.

Für Waltham-Forscherin und Studien-Co-Autorin Nancy Gee deutet das alles darauf hin, „dass Heimtiere einen positiven Einfluss auf die Gesundheit von Menschen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben.“ Gee weiter: „Die soziale Unterstützung, die Heranwachsende von ihren Heimtieren erhalten, könnte dem psychischen Wohlbefinden im weiteren Verlauf des Lebens durchaus förderlich sein. Aber noch haben wir eine Menge über die langfristigen Auswirkungen von Heimtieren auf die kindliche Entwicklung zu lernen.“

HR

Foto: Pezibear, pixabay.com

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