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19. Juli 2017 0 Kommentare
Märchen dassel
Märchen beglücken die Menschen in Österreich wie eh und je, sagt eine große Untersuchung. „Hänsel und Gretel“ tun das am meisten!

Die guten, alten Märchen sind, wie eine – auf marktmeinungmensch.at veröffentlichte – Untersuchung des Marktforschungsunternehmens IMAS in Österreich zeigte, auch im Zeitalter des grenzenlos gewordenen Medienangebotes nicht unterzukriegen. Ihr Erfolgsgeheimnis? Geschätzt werden sie von den Befragten vor allem aufgrund ihrer schillernden Heldinnen und Helden (61 Prozent), wegen der Freude auf das Happy End (58 Prozent) und wegen der positiven Gefühle, die die meisten von ihnen aufkommen lassen (54 Prozent).

Es gibt auch ein klares Lieblingsmärchen in der Alpenrepublik – nämlich „Hänsel und Gretel“, das für zwölf Prozent der Menschen die Nummer eins ist, gefolgt von „Der Wolf und die sieben Geißlein“ (neun Prozent) und Schneewittchen (acht Prozent). Das Überraschendste: Nur ein Prozent der Befragten hat gar kein Lieblingsmärchen.

Die ungebrochene Lust an den Scheinwelten beschäftigt auch schon ewig die Wissenschaft. Die bekannte Psychologin Melanie Green von der Ohio State University in den USA will entdeckt haben, dass der Homo sapiens den kritischen Verstand beim Abtauchen ins Märchenland einfach abschalten kann. Wichtig ist dafür dessen Erkennbarkeit. Als Signal dazu gibt es beispielsweise das berühmte „Es war einmal…“ am Anfang vieler Märchen, das kurioser Weise entgegen seiner eigentlichen Aussage klar macht, dass da etwas nicht wirklich war. Und, dass der genannte Schalter bedient werden muss.

Ein Signal für die Kostbarkeit von Märchen wurde im vergangenen Jahr auch in Deutschland gesetzt. Die UNESCO-Kommission hat das Märchenerzählen in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

http://www.marktmeinungmensch.at/studien/die-lieblingsmaerchen-der-oesterreicher-2017/

HR

Foto: dassel, pixabay.com

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