Lokal

Chor statt Tor

20. Juli 2017 0 Kommentare
Chor 3dman_eu
Singen gilt – vielfach belegt – als Glücksquelle. In Österreich sprudelt sie besonders heftig. Man zählt doppelt so viele Chöre wie Fußballvereine.

Eine imposante Zahl stärkt Österreichs guten Ruf als Kulturnation und als Hort der guten Laune. Dem Chorverband der Alpenrepublik gehören sage und schreibe rund 3.500 singende Gemeinschaften an! Das darf auch als Indikator für die berühmt positive Stimmungslage in unseren Breiten gelten. In diversen Langzeit-Studien hat nämlich der Musikwissenschaftler Karl Adamek (Autor des Buches „Singen als Lebenshilfe“) den Beweis dafür angetreten, dass die alte Weisheit „wo man singt, da lass’ dich ruhig nieder“ absolut der Realität entspricht. Menschen, die oft und gerne trällern, sind optimistischer und lebensfroher.

Beim Chorgesang verstärken sich die positiven Wirkungen noch durch das Gemeinschaftsgefühl. Es lässt das Kuschelhormon Oxytocin und die als Glückshormone geltenden Endorphine so richtig sprudeln. Weil sich das offensichtlich mehr und mehr herumspricht, können die Fußballvereine überraschender Weise zahlenmäßig schon lange nicht mehr mit den Gesangskünstlern mithalten.

HR

Foto: pixabay.com

Das könnte dir auch gefallen...

Kommentieren