Forschung

Schoko-Schock

2. August 2017 0 Kommentare
Britische Forscher ramponierten das Glücks-Image von Schokolade. Tückisch ist ihr Zuckergehalt, der – interessanter Weise in erster Linie bei Männern – zu Depressionen und Ängsten führen kann.

Die Erkenntnisse von Forschern des University College London, deren Studie in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde, sind eindeutig: Konsumieren Männer mehr als 67 Gramm Zucker pro Tag, leiden sie deutlich häufiger an Depressionen und Stimmungsschwankungen als jene, die weniger zu Süßem greifen. Bei Frauen fand man keinen Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und psychischen Problemen – wofür die Wissenschaftler bislang noch keine Erklärung gefunden haben.

Brisant sind die Fakten der Studie aus gleich zwei Gründen: Erstens nimmt der durchschnittliche britische Mann pro Tag eine Menge jenseits der genannten Menge von 67 Gramm Zucker zu sich – nämlich genau 68,4 Gramm. Also tickt damit eine Art Psycho-Bombe im großen Stil. Zweitens trifft die wissenschaftliche Diagnose auch frontal die stark zuckerhaltige Schokolade, die bislang stets als köstliches Glückslebensmittel gepriesen worden ist.

Schokolade enthält viele Antioxidantien und in dunkler Schokolade ist auch reichlich beglückendes Tryptophan enthalten. Für die Glückswirkung gibt es sogar einen wissenschaftlichen Beweis: Bei Menschen, die über zwei Wochen hinweg täglich rund 43 Gramm dunkle Schokolade gegessen haben, war eindeutig das Stress-Hormon-Level auf Talfahrt. Aber wenn da nicht plötzlich die Sache mit dem Zucker wäre…

HR

Foto: Patricia Bulhoes, pixabay.com

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