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Die Lust am Lappen

7. August 2017 0 Kommentare
Auch Putzen hat viel mit Glück tun. Manche sind einfach hingerissen von dieser Tätigkeit und manche erledigen sie auch nur, um der trauten Zweisamkeit nachzuhelfen.

 Eine große Studie zum Thema Putzverhalten, die das Institut ResearchNow im Auftrag des Reinigungsgeräte-Konzerns Kärcher in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Polen und den USA durchgeführt hat, macht spannende Vergleiche möglich. In China investiert man mit 2:28 Stunden am wenigsten Zeit in die Sauberkeit der eigenen vier Wände, Brasilien ist mit 4:05 Stunden so etwas wie Putz-Champion. Deutschland liegt mit 3:17 Stunden knapp unter dem Durchschnitt. Wobei es große Unterschiede in den Bundesländern gibt. Die Bayern zeigen mit zweieinhalb Stunden die meiste Zurückhaltung, Baden-Württemberg hingegen liegt etwa auf Höhe der Reinigungslust von Brasilien. Reinigungsprofis weisen in diesem Zusammenhang allerdings dezent darauf hin, dass Tempo bei der Sauberkeit nicht alles ist – die Gründlichkeit siegt.

Die Studie wollte auch klären, für welche Besucher der Putz-Turbo in Deutschland am stärksten gezündet wird. Die Mehrheit der Befragten (26 Prozent) erklärte, sich für Freunden am meisten anzustrengen, deutlich dahinter auf Platz zwei landen mit 21 Prozent die eigenen Eltern. Für die Schwiegereltern (13 Prozent) tut man sich weit weniger an, auch Arbeitskollegen (zehn Prozent) und Nachbarn (vier Prozent) widmet man viel weniger Sauberkeitsaufwand.

Spannend ist die Frage nach der Lust am Lappen im Zusammenhang mit einer romantischen Einladung. Stattliche 19 Prozent der Befragten geben dafür kräftig Gas. Bemerkenswert: Fast doppelt so viele Männer (25 Prozent) wie Frauen (13 Prozent) gehen deshalb so richtig intensiv zur sauberen Sache. Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass die Herren der Schöpfung im Normalfall um gleich eineinhalb Stunden zurückhaltender sind. Sie haben also Nachholbedarf.

HR

Foto: Coco Parisienne, pixabnay.com

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