Kunterbunt

Die Lust am Entdecken

14. August 2017 0 Kommentare
Urlaub – das ist nicht nur die Zeit des Seelenbaumelns, sondern auch der großen Entdeckerfreude. Wir verraten, warum uns diese so besonders glücklich macht.

Dazu laden wir zu einer Entdeckungsreise ein, die ins menschliche Gehirn führt. Genauer gesagt in das limbische System, das Teil eines ganzen Steuerungszentrums für Belohnung und Lust ist, das im Jahr 1954 die US-Neurowissenschaftler Peter Milner und James Olds gefunden haben. Das Hauptquartier liegt im so genannten Nucleus accumbens, der reichlich einen der begehrtesten Kraftstoffe im Neuronenland auf Lager hat – das Dopamin.

Dieser chemische Botenstoff, einer von unzähligen Neurotransmittern, die die Verständigung der Neuronen untereinander ermöglichen, mischt in mehreren Abteilungen unseres Gehirns mit. Dopamin gibt etwa die Befehle des Nervensystems an die Muskulatur weiter, stärkt die Fähigkeit der Wahrnehmung und – sicherlich seine wichtigste Aufgabe – es beschert dem Menschen die Gefühle von Glück, Zufriedenheit und Zuversicht. Unterstützung geben ihm dabei ähnlich wirkende Stoffe der Signalübermittlung wie Serotonin und Endorphine. Auch von ihnen hört man oft im Zusammenhang mit Glück.

Dopamin ist nach derzeitigem Wissensstand zweifellos der Begehrteste aller Botenstoffe. Man begegnet ihm immer, wenn es für den Menschen um besonders viel geht. Es belohnt einfach – höchst pädagogisch – all jenes Verhalten, das sich in der Evolutionsgeschichte des Menschen als sinnvoll erwiesen hat. Kräftige Impulse bekommen auf diese Weise der Fortpflanzungstrieb, der Gemeinschaftssinn und – jetzt sind wir am Ziel – auch die Lust an der Entdeckung. Sie war es bekanntlich, die den Menschen dorthin gebracht hat, wo er heute steht. Aber die Entdeckerfreude sitzt so tief, dass sie natürlich bei vielen Menschen auch im Urlaub nicht locker lässt…

HR

Foto: rawpixel, pixabay.com

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