Lokal

Kapelle mit Herz

22. September 2017 0 Kommentare
Jakobuskapelle Herz2 Helmut Gager

 

SERIE GLÜCKSORTE: Die Öko-Kapelle zu Ehren des Heiligen Jakob in Deutschkreutz berührt mit ihrer Geschichte, ungewöhnlichen Formen und einem eisernen Liebesherz.

Zwei Wochen nach seiner Pensionierung im Jahr 2010 hat Helmut Gager ein großes Zeichen gesetzt: Er war 27 Tage und 800 Kilometer lang auf dem Jakobsweg unterwegs. Dabei ist auch die Idee gereift, dem Heiligen Jakob zu Ehren eine Kapelle zu errichten. Schon bald danach wurde das Vorhaben Wirklichkeit und nahm – auf einem Platz den Gagers Heimatgemeinde Deutschkreutz im Burgenland zur Verfügung gestellt hatte – höchst ungewöhnliche Formen an. Beraten vom niederösterreichischen Architekten Alexander Beisteiner entschloss sich Gager nicht nur dazu, die Kapelle in dreieckiger Form zu bauen, sondern auch ganz auf Öko-Materialien zu setzen. Die Hauptrollen spielen Holz, Stroh und Schilf, verputzt wurden die Natur-Wände mit Kalk.

Die einzigartige Öko-Kapelle in Deutschkreutz ist mittlerweile zu einem ganz besonderen und viel besuchten Glücksort geworden. Dazu beigetragen haben ihre Entstehungsgeschichte, ihre mutige Formensprache und nicht zuletzt auch ein

vor dem kleinen, aber feinen Sakralbau emporragendes eisernes Herz. Es steht all jenen Menschen zur Verfügung, die so genannte Liebesschlösser anbringen möchten, um solcherart ihre Beziehung zu festigen. Dieser symbolstarke Brauch wird weltweit eigentlich vorwiegend auf Brücken ausgelebt – auch, weil dort die Schlüssel in einen Fluss geworfen werde können. Bei der Jakobuskapelle hat man eine originelle Alternative dazu erfunden – sie sind im Boden zu versenken.

Helmut Gager hat das alles sehr beflügelt. „Es kommt wieder was“, hat er glueckszeitung.at verraten.

BC

Foto: Helmut Gager

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