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Bei Notburga

27. September 2017 0 Kommentare
SERIE GLÜCKSORTE: Ein Besuch bei der Kapelle der Heiligen der kleinen Leute in Tirol ist historisch aufregend, landschaftlich mitreißend und menschlich berührend.

Maurach am Achensee zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten von Tirol. Hier wird sowohl in der Kirche Sankt Notburga, als auch in der Notburga-Kapelle, die Heilige der kleinen Leute, verehrt. Die Kapelle, die man am Platz eines ehemaligen Eckturmes der zur Ruine gewordenen Rottenburg errichtete, gilt als ebenso faszinierender wie beglückender Ort. Sie steht mit ihrer Schlichtheit für das beeindruckende Leben einer 1265 als Tochter eines Hutmachers geborenen Frau, die es ungewöhnlicher Weise von der einfachen Dienstmagd auf der Rottenburg zur Heiligen brachte. Noch dazu zur beliebtesten Heiligen Westösterreichs. Die Kapelle ist ein besonderer Ort der Gefühle, die Geschichte Notburgas können Besucher im ihr gewidmeten Museum im ehemaligen Pfarrhof in Eben in Maurach neben der Wallfahrtskirche näher kennenlernen. Übrigens im einzigen Museum in Österreich, das sich mit einer heiligen Frau befasst.

Für Wanderer gibt es dort auch den bekannten „Bibelweg“, der vorbei am größten Baum Tirols – der Notburga-Fichte – zur Rottenburg und schließlich zur Notburga-Kapelle führt. In einer Stunde Gehzeit kann man also unglaublich viele und tiefe Eindrücke sammeln.

KK

Foto: TirolWerbung

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